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Litang: Kleiner Gemüseschuppen erleichtert die Beschaffung von Gemüse

Datum: 11.08.2020, 09:04 Quelle: China Tibet Online

Am 7. August gegen Mittag ging die Tibeterin Chogshe im Kreis Litang des Autonomen Bezirks Garzê der Tibeter der Provinz Sichuan zum Gemüseschuppen, um vier Gurken und einige Kohlköpfe zu pflücken, nachdem sie auf dem offenen Gemüsefeld Unkraut gejätet hatte.

Die Gurken wurden mit Fleisch gebraten und der Kohl in der Suppe gekocht... Der 66-jährige Chogshe begann, das Mittagessen für ihre fünfköpfige Familie zuzubereiten.

„Das selbst angebaute umweltfreundliche Gemüse riecht sehr gut.“ Chogshe erinnerte sich an den früheren Verzehr von Gemüse und war sehr emotional. Sie musste früher einmal im Monat auf dem Motorrad eines Nachbarn mitfahren, um im 40 Kilometer entfernten Kreis teures Gemüse zu kaufen. Insbesondere im Winter war das aus 600 Kilometer ins kalte und hohe Viehzuchtgebiet Litang transportierte Gemüse gefroren. Obwohl es nicht frisch war, musste man noch eine große Tasche zur Speicherung kaufen. Man konnte nichts dagegen machen, dass es nur gefrorenes und verfaultes Gemüse zu essen gab und die Beschaffung von Gemüse schwieriger als die von Fleisch war.

Ende 2016 hat sich das vom Kreis Litang eingeführte Unternehmen Kangzang Yangguang im Dorf Kangxia niedergelassen und auf der Höhenlage von 4000 Metern Gemüse und Obst angebaut. Chogshes Sohn Tsering Dhondup lernte Techniken während der Arbeit und richtete neben dem Gemüsegarten mit der Fläche von 333 Quadratmetern seiner Familie einen Gemüseschuppen von mehr als 50 Quadratmetern ein. Zuerst wurden Setzlinge im Schuppen gepflegt. Dann wurden die für die Anpflanzung im Freien geeignete Setzlinge draußen angebaut.

Im Gemüseschuppen wachsen Gurken, Sellerie und Winterzwiebeln üppig. Der Schlüssel ist, dass man auch im Winter noch frisches Gemüse essen kann. Auch außerhalb des Schuppens wachsen Weißkohl, Kopfsalat und Kartoffeln. „Oftmals können wir nicht alles essen, und wir geben unseren Nachbarn auch viel“, sagte Chogshe fröhlich.

Was sie noch fröhlicher macht, ist die Tatsache, dass die vom Unternehmen im Dorf produzierten weißen Karotten nach Hongkong und Macao verkauft werden. Alle sind mechanisiert gepflanzt und geerntet. Mehr als ein Dutzend Gemüse- und Obstsorten in den Gewächshäusern wie kleine Tomaten und Erdbeeren sind in Chengdu und anderen Orten zu einem knappen Angebot geworden. Das industrielle Modell „Garten + Unternehmen + Basis + Bauern“ hat der Familie Chogshe sowohl ein Einkommen als auch die Pflanztechnik gebracht. Sie braucht sich nicht mehr um den Verzehr von Gemüse zu sorgen.

In den vergangenen Jahren hat der Kreis Litang mehr als 10 Millionen Yuan Subventionen der Regierung ausgegeben und in den abgelegenen ländlichen Gebieten den Bau von mehr als 2800 kleinen Gemüseschuppen gefördert, um das Problem der schweren und teuren Beschaffung von Gemüse der Bauern und Viehhirten auf der hohen Höhenlage und in der kalten Temperatur zu lösen. Dies hat nicht nur die Ausgaben der Bauern verringert, sondern auch ihre Auswahlmöglichkeiten an Gemüse bereichert.

Quelle: China Tibet Online

(Redakteur: Daniel Yang)

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