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Chinesische Volksbank: USA sollten China nicht als „Währungsmanipulator“ bezeichnen

Datum: 08.08.2019, 10:41 Quelle: German.people.com.cn

Die Entscheidung des US-Finanzministeriums, China als „Währungsmanipulator“ zu bezeichnen, sei völlig falsch, sagte der stellvertretende Gouverneur der chinesischen Zentralbank am Dienstag.

Die Bezeichnung verstoße nicht nur gegen den gesunden Menschenverstand und den internationalen Konsens, sondern erfülle auch nicht die vom US-Finanzministerium festgelegten quantitativen Kriterien für sogenannte „Währungsmanipulator“, so Chen Yulu, stellvertretender Gouverneur der Chinesischen Volksbank (PBOC).

Laut Chen habe China nie auf Geldentwertungen aus Wettbewerbsgründen zurückgegriffen und werde die Währung auch nicht als Wettbewerbsinstrument einsetzen.

Während der asiatischen Finanzkrise von 1997 und der globalen Finanzkrise von 2008 habe sich China verpflichtet, die Währung stabil zu halten, was enorm zur Erholung der Weltwirtschaft und zur Stabilisierung des internationalen Finanzmarktes beigetragen habe, betonte Chen.

Seit der chinesischen Währungsreform im Jahr 2005 seien der nominale Wechselkurs und der reale Wechselkurs des Yuan um rund 40 Prozent gestiegen. Unterdessen sei der Leistungsbilanzüberschuss des Landes auf 0,4 Prozent des BIP von 2018 zurückgegangen, nachdem er im Jahr 2005 noch bei 9,2 Prozent gelegen habe.

Die Abwertung des Yuan seit Anfang August sei auf die Marktschwankungen zurückzuführen, die durch die Veränderungen des globalen Wirtschaftsklimas und die Eskalation der Handelskonflikte verursacht wurden, sagte Chen. Er fügte hinzu, dass die von den Marktkräften bestimmte Abwertung völlig unabhängig von einer sogenannten Währungsmanipulation sei.

Die von den USA provozierten Handelsstreitigkeiten hätten verschiedene Fluktuationen auf dem globalen Finanzmarkt ausgelöst und seit dem letzten Jahr gleichzeitig die Volatilität sowohl des US-Finanzmarkts als auch des US-Dollar-Indexes verursacht.

„Wir hoffen, dass die US-amerikanische Seite die Wahrheit respektiert und die Wirtschafts- und Handelsstreitigkeiten mit China auf vernünftigere und pragmatischere Weise löst, bevor der falsche Weg zu weit eingeschlagen wird“, so Chen.

(Redakteur: Daniel Yang)

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