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Reisestrategien für Bipenggou im Winter

Datum: 11.11.2015, 15:50 Quelle:

Im Spätherbst herrscht auf der Grasebene in Gannan noch eine grüne Landschaft. Es ist gerade hell geworden. Der Junge Villard Johnson aus den USA weist 15 Tibeter an, in einer Reihe zu rennen.

„Hier im Dorf Ringdoima ist es im Vergleich zu New York wie in einer anderen Welt. Die Natur hier ist sehr schön. Die Menschen hier kennen sich gut. Sie kommen in der Sonne zusammen, unterhalten sich und helfen einander bei der Arbeit. Das beeindruckt mich tief.“ Der im Jahr 1986 geborene Villard Johnson hat sein Studium am Massachusetts Institute of Technology abgeschlossen und ist Profi-Basketballspieler.

Vor einigen Monaten kam er mit der Sehnsucht nach dem tibetischen Hochland und der Erwartung einer mysteriösen tibetischen Kultur allein im Autonomen Bezirk Gannan der Tibeter in der Provinz Gansu an. Im Dorf Ringdoima auf der Grasebene gründete er freiwillig ein Basketballteam.

Die von Villard Johnson unterrichteten Schüler sind tibetische Viehhirten im Autonomen Bezirk Gannan, die zwischen 15 und 40 Jahren alt sind. In der Landwirtschaftszeit müssen sie auf dem Feld arbeiten. In der Ruhezeit treffen sie sich und spielen Basketball.

„Jeden Tag stehen wir um 6 Uhr auf und rennen zuerst. Dann machen wir Training“, so Villard Johnson. Wegen der unterschiedlichen Sprachen versucht er, durch Videos und Bilder der NBA-Spiele sowie eigenes Demonstrieren und Simulation den Teammitgliedern einige Techniken des Basketballspielens beizubringen.

Es machte die Einwohner neugierig, als Villard Johnson vor drei Monaten im Dorf eintraf. Allmählich kennen auch die Kinder im Dorf Villard Johnson gut. Sie sprechen mit ihm Tibetisch. Dreimal sagen sie „essen“ auf Tibetisch und legen den Reis in seine Hand. Sie sind vom frühen Morgen bis zum späten Abend zusammen. Deswegen kann Villard Johnson auch viele tibetische Sätze sprechen.

„In Zukunft werde ich jedes Jahr vor dem Ende des Winters hierher kommen, um freiwillig Unterricht zu geben und mit ihnen zusammen zu trainieren, so dass sie zum stärksten Basketballteam werden.“ Villard Johnson meint, dass jeder seine eigene Lebensweise wählen wolle. Aber in dem kleinen Dorf auf der Grasebene in Gannan habe er eine einfache und reine Lebensweise gefunden.

Auf der Grasebene hat es bereits den ersten Schnellfall gegeben. Der Winter steht vor der Tür. Villard Johnson plant, in die USA zurückzukehren, um nach Sponsoren zu suchen. Er hofft, im kommenden Jahr im Dorf Ringdorma einen Indoor-Basketballplatz bauen zu können. „Es ist im Winter und Frühling auf dem Hochland zu kalt. Man kann nicht trainieren. Ich hoffe, dass die Teammitglieder für eine längere Zeit zusammen voneinander lernen können“, sagt er.

(Editor:Soong)

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