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Reisestrategien für Bipenggou im Winter

Datum: 11.11.2015, 16:03 Quelle:
„Phurbu hat 30 Jahre als Schützer der Schwarzhalskraniche gearbeitet“, würdigt ihn der Viehhirte Blobzang Take in Yushu in der Provinz Qinghai Phurbu.

Longbao bedeutet in der tibetischen Sprache Sumpf mit Fischen und Vögeln. Der Sumpf gehört zum Autonomen Bezirk Yushu der Tibeter in der Provinz Qinghai. Die Gesamtfläche beträgt 100 Quadratkilometer. Es handelt sich hier um den Nist- und Fortpflanzungsplatz der Schwarzhalskraniche. In China ist der Schwarzhalskranich eine vom Aussterben bedrohte Art. 1986 wurde hier das erste staatliche Naturschutzgebiet der Provinz Qinghai gegründet. Der fast 50 Jahre alte Phurbu ist der Vizeleiter der Verwaltungsstätte des Naturschutzgebietes.

Phurbu erinnert sich daran, dass die Bedingungen am Anfang der Gründung der Verwaltungsstätte sehr schwierig waren. In der Jahreszeit, in der sich die Zugvögel fortpflanzen, konnte man nur auf dem relativ trockenen Platz neben dem Feuchtgebiet ein Zelt aufschlagen, um sie zu schützen. Während des Inspektionsrundgangs lernte man, sie zu überwachen. „Oft fanden wir uns nach dem Aufwachen in einer Pfütze wieder. Die Dorfbewohner in der Nähe nannten uns zum Scherz ‚Frösche‘.“

„Wir nennen die Schwarzhalskraniche Gesar-Dagze (Tibetisch, was Pferdehirt des Gesars bedeutet), als Symbol für die edle und reine Gesinnung.“ In den Augen von Phurbu ist es eine Ehre, Schützer der Schwarzhalskraniche zu sein. Er fühlt sich am gemütlichsten, wenn er alle zwei oder drei Tage die Ausstattung „sonnen“ lässt. „Die Schutzstätte wurde neben dem Feuchtgebiet aufgebaut. Es ist notwendig, das Fernrohr, die Kameras und meine eigenen Beine in der Sonne trocknen lassen.“

In den Augen des Mitarbeiters Banjor ist Phurbu sowohl ein würdiger Tierschützer als auch eine Bezugsperson im Feuchtgebiet Longbao. „Die Schwarzhalskraniche sind ihm vertrauter als seine Familienangehörigen“, sagt Banjor. „Innerhalb eines halben Jahres, von der Zeit des Legens, des Fütterns der kleinen Kraniche, des Schutzes vor Fleischfressern wie Wölfen und Füchsen bis zu der Zeit, in der die kleinen Schwarzhalskraniche fliegen können, ist er außer Schlafen und Essen praktisch Teil von dem Feuchtgebiet.“

„Manchmal brachte er verletzte Schwarzhalskraniche vom Feuchtgebiet zurück, auch wenn er sich dadurch schmutzig machte. Darüber hinaus ernährte er sie bis zum nächsten Jahr, als ihre Familienangehörigen zurückflogen“, ergänzt Banjor.

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