Thema:

Chinas Vizepräsident spricht sich für engere Zusammenarbeit aus

Datum: 04.06.2019, 09:52 Quelle: German.china.org.cn

Der chinesische Vizepräsident Wang Qishan hat sich von Donnerstag bis Sonntag in der Bundesrepublik Deutschland aufgehalten. In Berlin kam Wang zu separaten Gesprächen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Kanzlerin Angela Merkel und Außenminister Heiko Maas zusammen.

Bei seinem Treffen mit Bundespräsident Steinmeier hob Wang hervor, dass China und Deutschland zu den wichtigsten Volkswirtschaften der Welt zählten und einen erheblichen Einfluss ausübten. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern seien nicht nur bilateral zu bewerten, sondern würden das Weltgeschehen beeinflussen.

Wang stellte fest, dass in den letzten Jahren die Kontakte auf höchster Ebene zahlreich gewesen seien und sich die Zusammenarbeit auf allen Gebieten kontinuierlich gefestigt hätte. Durch seinen Besuch wolle er die Bereitschaft signalisieren, die umfassende strategische Partnerschaft der beiden Länder auf eine neue Stufe zu heben.

Angesichts der jüngsten Entwicklungen in den Beziehungen zwischen China und Deutschland rief Wang dazu auf, für die Welt ein Beispiel zu setzen, wie eine Win-Win-Kooperation beschaffen sein könnte, die getragen wäre vom Geiste vertiefter Zusammenarbeit. Durch die Kooperation zwischen China und der EU könne der Welt Stabilität verliehen und dem Multilateralismus in der Weltordnung Auftrieb verliehen werden.

Bundespräsident Steinmeier bezeichnete die internationale politische Landschaft als kompliziert und in Bewegung begriffen, der Multilateralismus sei bedroht.

Deutschland hochschätze die Beziehungen zu China und sei bereit, Kooperation und Kooradination zwischen den beiden Ländern weiterhin auf allen Ebenen auszubauen und die pragmatische Zusammenarbeit beim Thema Industrie 4.0 und auf anderen Feldern zu intensivieren.

Deutschland und China sollten genauso wie Europa und China einander die Hände reichen, um Frieden und Stabilität in der Welt, den Freihandel und die bestehende Ordnung zu bewahren.

Bei seiner Begegnung mit Merkel bekräftigte Wang, dass China an seiner friedlichen Entwicklung festhalte und den Reform- und Öffnungsprozess stetig vertiefen werde, damit bestehende Probleme des Ungleichgewichts und mangelnder Entwicklung ausgeglichen und die Versprechen von Partei und Regierung gegenüber dem Volke hinsichtlich der Aussicht auf ein besseres Leben der Bevölkerung eingehalten würden.

China könne sich nicht in einer Isolation von der Welt entwickeln, noch könne sich die Welt ohne die Teilhabe der 1,4 Milliarden Chinesen entwickeln. China trete dafür ein, gemeinsam an einer von allen Menschen geteilten Zukunft der Menschheit zu bauen.

Angesichts der tiefgreifenden und umfassenden Veränderungen der Weltlage bestehe China stets darauf, seinen Beitrag als erster zu leisten und dabei ruhig und besonnen zu agieren, Haltung zu wahren, Verantwortung zu übernehmen und vernünftig zu reagieren.

Wang rief China und Deutschland dazu auf, als strategische Partner die Zusammenarbeit für den Aufbau einer gerechteren Weltordnung zu vertiefen und sich den Herausforderungen gemeinsam zu stellen.

China nehme Europa als strategischen Partner in einer Langzeitperspektive wahr und unterstütze entschlossen die europäische Integration. China sei für Europa ein vertrauenswürdiger Partner, der einen Dialog auf Augenhöhe pflege.

Kanzlerin Merkel sagte, dass Deutschland die großen Leistungen Chinas bei der Wirtschaftsentwicklung würdige und daran glaube, dass China das ehrgeizige Ziel der Überwindung der Armut erreiche und beim Aufbau einer Gesellschaft mit bescheidenem Wohlstand in Kürze erfolgreich sein werde.

In der gegenwärtigen komplexen und wechselhaften Weltlage, in der eine ganze Reihe von neuen Problemen auftauchten, halte Deutschland am Prinzip des Multilateralimus und der bestehenden Weltordnung fest.

Sie wies darauf hin, dass Deutschland für eine Stärkung der internationalen Kooperation und Koordination durch Dialog eintrete, und sich gegen die Ausübung von Druck und das Ausstoßen von Drohungen wende, wenn es um die Lösung von Problemen ginge.

Sie sei der Auffassung, dass Deutschland und China, wie auch Europa und China, einen breiten Konsens hinsichtlich zahlreicher Fragen teilten und drückte die Bereitschaft Deutschlands aus, Kommunikation, Austausch und Zusammenarbeit mit China auszubauen, um gemeinsam mit China die Weltordnung zu verbessern.

Im Rahmen seiner Deutschlandreise ist Wang auch mit dem Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Peter Tschentscher, und dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder zusammengetroffen. Zuvor hatte der Vizepräsident  Pakistan und die Niederlande besucht.

(Redakteur: Daniel Yang)

MeistgelesenMehr>>

Geschichte TibetsMehr>>

W020190513605597623490.jpg W020190516297808141517.jpg
12345