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Proteste in Hongkong führen zu Verkehrschaos

Datum: 07.08.2019, 09:30 Quelle: German.china.org.cn

Ein Generalstreik hat am Monat in Hongkong nach einer weiteren Woche von Protestkundgebungen das Verkehrssystem lahmgelegt und zu zahlreichen Streichungen von Flügen geführt.

Pendler hatten Montagmorgen angesichts unterbrochener Bus- und Bahnverbindungen große Schwierigkeiten, ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Einige Demonstranten blockierten Züge im Gleisbett oder indem sie den Türbereich von S- und U-Bahnen nicht freigaben.

Nancy Huang, 23, wohnt in Tai Wai und ist im Personalbereich tätig. Sie wollte spätestens um 8.30 Uhr in ihrem Büro in Wan Chai sein, wurde aber durch die Ereignisse im Bahnhof Tai Wai festgehalten: "Das ist wirklich zu lästig! Ich bin vollkommen erschöpft, nachdem ich fast fünf Stunden im Bahnhof festsaß."

Susan Tso, 26, ebenfalls aus Tai Wai, ist es bis 11.30 Uhr nicht gelungen, ihre Arbeitsstätte zu erreichen. Eigentlich war ihr Dienstbeginn um 9.30 Uhr. Am Bahnhof Tai Wai wartete sie rund eine Stunde, bis sie sich dazu entschloss, nach einem Bus Ausschau zu halten. "Aber in der Warteschlange sind noch hundert Leute vor mir," so Tso. "Die Demonstranten haben keinen Respekt gegenüber anderen Menschen. Viele Leute in Hongkong wollen nicht streiken, wie kommen diese Protestler dazu, anderen ihren Willen aufzuzwingen?"

Lange Staus auf Hong Kong Island bis ins Herzen der Büro- und Geschäftsviertel, hunderte von Menschen, die am Flughafen festsaßen, Die Zubringerstraßen in die Innenstadt blockiert.

Ng, ein fünfzigjähriger Büroangestellter, der in der Nähe von Central wohnt und seinen vollen Namen nicht genannt sehen möchte, hatte einen langen Weg zu seinem Büro zurückzulegen, da die U-Bahnlinie Tsuen Wan zwischen Tsim Sha Tsui und Central morgens teilweise blockiert war. Der Streik habe seinen ganzen Tagesplan durcheinander gebracht.

Geschäftsmann Chan, der die U-Bahn von Tsim Sha Tsui nach Central nahm, meint, dass sich der Streik auf alle Berufstätigen der Stadt ausgewirkt hat, da flächendeckend das Transportsystem betroffen ist.

Die Lähmung der Stadt wird von verschiedenen Teilen der Bürgerschaft verurteilt. Darunter ist auch die größte politische Partei der Stadt. Gary Chan Hak-kan, stellvertretender Vorsitzender der Democratic Alliance for the Betterment and Progress of Hong Kong, sagt, dass der Streik die Hauptverkehrsadern der Stadt und die U-Bahnen blockiert habe. Den Bürgern sei das Recht auf Bewegung genommen worden.

Chan meint, dass seine Partei das Streikrecht einräume, aber die Bewegungsfreiheit der Bürger sollte auch respektiert werden.

(Redakteur: Daniel Yang)

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