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China will Außenhandel weiter fördern und ausländische Investitionen schützen

Datum: 11.08.2020, 09:24 Quelle: German.china.org.cn

China werde in der zweiten Hälfte dieses Jahres sein Bestes tun, um den Außenhandel zu stabilisieren und die Lieferungs- und Industrieketten zu sichern - trotz des komplizierten globalen Geschäftsumfelds, wie der oberste Handelsbeamte des Landes versicherte. 

Die chinesische Zentralregierung werde Maßnahmen zur Steuer-, Finanz- und Versicherungspolitik verabschieden, um den Außenhandelsunternehmen dabei zu helfen, sowohl ihre Präsenz auf den traditionellen Märkten zu konsolidieren, als auch das Potenzial auf den aufstrebenden Märkten zu erschließen, sagte Chinas Handelsminister Zhong Shan am Samstag.

Laut Zhong haben sich neue Außenhandelsgeschäfte als Wachstumsbereiche herausgebildet. Deshalb werde China die Unternehmen ermutigen, den grenzüberschreitenden Online-Handel weiter auszubauen und den Handel auf der Grundlage von Marktbeschaffung (eine Form des Wareneinkaufs in dafür bestimmten Märkten, die anschließend exportiert werden) zu erleichtern. Er fügte hinzu, dass das Land gut auf die dritte China International Import Expo (CIIE), die voraussichtlich im November in Shanghai stattfinden wird, vorbereitet sein werde.

Trotz der nach wie vor bestehenden externen Risiken haben sich Chinas Exporte und Importe, gestützt von einer sich erholenden Nachfrage im Inland und auf den Überseemärkten, im Juli weiter verbessert. Laut den am Freitag veröffentlichten Daten des Allgemeinen Zollamtes stieg Chinas Außenhandel im Juli auf 2,93 Billionen Yuan (412,1 Milliarden US-Dollar), was einem Anstieg von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht und die Erwartung übertrifft.

Obgleich die COVID-19-Pandemie internationale Investitionen beeinträchtigt hat, stellte der Minister fest, dass Chinas Nutzung ausländischen Kapitals stabil geblieben sei und im zweiten Quartal sogar ein positives Wachstum aufweise. Große ausländische Investitionsprojekte sind nach Angaben des Ministeriums in den letzten Monaten deutlich angestiegen, insbesondere in Chinas Pilot-Freihandelszonen.

Angesichts der Verbesserung des Geschäftsumfelds auf dem chinesischen Markt und neu eingeführten Öffnungs- und Reformmaßnahmen, sagte Zhong, „kluge ausländische Unternehmen werden sich nicht von Chinas riesigem Markt mit 1,4 Milliarden Menschen abwenden“.

Weiter sagte der Handelsminister, dass die Regierung in der Ende Juni herausgegebenen überarbeiteten Negativliste für ausländische Investitionen die Anzahl der für ausländische Investoren gesperrten Sektoren von 40 im Jahr 2019 auf nun 33 reduziert habe. Zudem werde eine offene Plattform zur Vertiefung der Reformen in den Pilot-Freihandelszonen geschaffen, indem ihnen größere Freiheit gewährt werde und mehr institutionelle Innovationen geschaffen, die anschließend auf nationaler Ebene repliziert und gefördert würden.

Neben dem Gesamtplan für die Entwicklung des Freihandelshafens in Hainan und der Erstellung einer Negativliste für den grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehr werde das Ministerium auch das Gesetz über ausländische Investitionen und andere unterstützende Regelungen tatkräftig umsetzen. China werde zudem Maßnahmen zum Umgang mit Beschwerden ausländisch finanzierter Unternehmen einführen und die Rechte des geistigen Eigentums sowie die legitimen Rechte ausländischer Firmen schützen, um ein stabiles, faires und transparentes Geschäftsumfeld zu schaffen, so Zhong.

(Redakteur: Daniel Yang)

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