Thema:

Deutschland beschließt weitere Corona-Maßnahmen

Datum: 31.08.2020, 08:57 Quelle: German.people.com.cn

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in einer Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer auf weitere Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 verständigt. So wurde unter anderem eine Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen und ein einheitliches Bußgeld für Maskenverweigerer beschlossen. Auf ein Limit der Personenanzahl bei privaten Feiern konnten sich die Politiker jedoch nicht einigen.

Trotz schwieriger Verhandlungen konnten Bund und Länder bei der Konferenz am Donnerstag einheitliche Beschlüsse angesichts steigender Infektionszahlen in Deutschland vereinbaren. Demnach bleiben Großveranstaltungen weiterhin bis einschließlich 31. Dezember verboten, während Spiele in der Fußball-Bundesliga bis einschließlich 31. Oktober weiter ohne Zuschauer stattfinden - bis dahin soll eine Expertenkommission über Lösungen beratschlagen.

Zudem einigten sich Merkel und die Regierungschefs der Länder auf ein empfindliches Bußgeld für Corona-Quarantäne-Brecher und appellierten an die Bürger, auf nicht notwendige Reisen in Corona-Risikogebiete zu verzichten.

Auch weitere Tage Kinderkrankentagegeld zur Entlastung von Eltern von Schul- und Kita-Kindern wurden beschlossen.

Umfassende Diskussionen gab es um ein einheitliches Bußgeld für Maskenverweigerer im öffentlichen Nahverkehr. Am Ende wurde eine Mindeststrafe von 50 Euro beschlossen. Während Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bereits ein höheres Bußgeld in seinem Bundesland ankündigte, wurde der einheitliche Beschluss von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff nicht mitgetragen. In den ARD-„Tagesthemen“ verteidigte Haseloff anschließend die Sonderrolle seines Bundeslands und begründete sie mit den niedrigen Infektionszahlen vor Ort.

Auch eine Begrenzung der Teilnehmerzahl bei privaten Feiern war ein Streitpunkt zwischen den Konferenzteilnehmern. Zwar hatte sich Merkel hier auch eine einheitliche Regelung gewünscht, verwies nach den Beratungen jedoch auf die unterschiedlichen Vorstellungen der Länder in diesem Punkt, „die man am heutigen Tag nicht zusammenbringen konnte“. Stattdessen riefen Bund und Länder die Bevölkerung auf, bei Feiern „kritisch abzuwägen“.

Wie schwierig die Gespräche über die neuen Corona-Maßnahmen waren, zeigen die Reaktionen der beteiligten Politiker. Bayerns Regierungschef Söder sprach nach den Beratungen von einer sehr intensiven Konferenz mit großen Differenzen, während ein nicht genannter Teilnehmer der Bild gegenüber sagte: „Es war nervig - so nervig wie lange nicht!“.

(Redakteur: Daniel Yang)

MeistgelesenMehr>>

Geschichte TibetsMehr>>

微信截图_20200828164856.png U020200826569322729308.jpg W020200825376786649423.png
12345