Thema:

Kommentar: 30 Jahre später, China und ASEAN machen Fortschritte auf dem Weg zur Verwirklichung einer Schicksalsgemeinschaft

Datum: 19.01.2021, 10:32 Quelle: German.xinhuanet.com

BEIJING, 18. Januar (Xinhuanet) -- Der chinesische Staatsrat und Außenminister Wang Yi beendete am 16. Januar seinen Besuch in vier südostasiatischen Ländern, seine zweite Reise in die Region seit dem Beginn der COVID-19-Pandemie, wobei beide Seiten den festen Willen zum Ausdruck brachten, eine engere Partnerschaft zu schmieden.

Dieses Jahr markiert den 30. Jahrestag der Dialogbeziehungen zwischen China und dem Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN), ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der bilateralen Beziehungen. Rückblickend betrachtet war es eine außergewöhnliche Reise, die mit einer strategischen Vision begann.

Unter den Dialogpartnern der ASEAN war China an vielen Fronten die Nummer eins. China war das erste Land, das dem Vertrag über Freundschaft und Zusammenarbeit in Südostasien beigetreten ist, das erste Land, das eine strategische Partnerschaft mit dem ASEAN eingegangen ist, das erste Land, das Verhandlungen über eine Freihandelszone mit dem ASEAN aufgenommen hat und das erste Land, das die zentrale Rolle vom ASEAN in der regionalen Zusammenarbeit in Ostasien unmissverständlich unterstützt hat.

Im vergangenen Jahr, angesichts der seit einem Jahrhundert noch nie dagewesenen globalen Gesundheitskrise und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Herausforderungen, arbeiteten China und ASEAN eng zusammen, um die COVID-19-Pandemie zu bekämpfen und die Wirtschaft wieder zu eröffnen. Damit wurde Ostasien zu einem herausragenden Vorbild im globalen Kampf gegen das neuartige Coronavirus und zu einem Frühstarter bei der wirtschaftlichen Erholung.

Trotz des schrumpfenden Welthandels und der wirtschaftlichen Rezession wurden beide Seiten im Jahr 2020 erstmals zu den größten Handelspartnern der jeweils anderen Seite. Beide Seiten drängten auch gemeinsam auf die Unterzeichnung der Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP), wodurch die vielversprechendste Freihandelszone der Welt mit der größten Bevölkerung und dem größten Wirtschaftsaggregat entstand.

Der Besuch in Myanmar, Indonesien, Brunei und auf den Philippinen war Wangs erste Reise in die Nachbarländer im neuen Jahr und unterstreicht die Bedeutung vom ASEAN für Chinas Außenpolitik.

Der gemeinsame Kampf gegen das neuartige Coronavirus steht für beide Seiten ganz oben auf der Agenda. ASEAN unterstützte China mit Spenden von medizinischer Versorgung, als das Land im Kampf gegen die Krankheit steckte. China revanchierte sich später mit der Bereitstellung von medizinischer Versorgung, der Entsendung von medizinischen Teams, dem Austausch von Erfahrungen in der Prävention und Behandlung sowie einer verstärkten Zusammenarbeit bei Impfstoffen.

Wie die chinesische Seite wiederholt betonte, hat China angesichts der anhaltenden Verwüstung durch die Pandemie den Bedarf der ASEAN-Länder an einem COVID-19-Impfstoff im Blick und hat sich verpflichtet, mit weiteren ASEAN-Mitgliedern eine Impfstoff-Kooperation durchzuführen.

Die wirtschaftliche Erholung in der post-pandemischen Zeit steht ebenfalls ganz oben auf der Agenda der China-ASEAN-Kooperation. Während Wangs Besuch vereinbarten die chinesische Seite und die vier Länder außerdem, die Zusammenarbeit in Bereichen wie Handel, Investitionen, Seefahrt, Fischerei, Reisen, Energie, Kultur, zwischenmenschlicher Austausch und nachhaltige Entwicklung weiter zu stärken und neue Kooperationsmöglichkeiten zu nutzen, die sich durch die digitale Wirtschaft einschließlich 5G und E-Commerce ergeben.

Weltweit erlebt die Weltwirtschaft eine tiefe Rezession, und der wiederauflebende Protektionismus, Unilateralismus und Hegemonismus stellen eine ernste Bedrohung für den Weltfrieden und die Entwicklung dar.

Als überzeugte Befürworter des Multilateralismus und einer offenen Weltwirtschaft können China und die ASEAN ein mächtiger Katalysator für den globalen Fortschritt und Handel werden. Mit der Unterzeichnung des RCEP und einer starken Kooperationsdynamik können beide Seiten weiterhin eine wichtige Rolle bei der post-pandemischen wirtschaftlichen Erholung und dem Wachstum in der Region spielen.

Aufgrund der vergangenen 30 Jahre enormer Fortschritte haben China und ASEAN ein Beispiel für den Aufbau einer Schicksalsgemeinschaft für die Menschheit gesetzt. An einem historischen Wendepunkt stehend, sollten beide Seiten die neuen Chancen ergreifen, sich von Lärm und Störungen fernhalten und eine engere Gemeinschaft mit glänzenden Aussichten schmieden.

(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)

(Redakteur: Daniel Yang)

MeistgelesenMehr>>

Geschichte TibetsMehr>>

12345