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„Khata“-Kultur Tibets

Datum: 30.01.2018, 11:36 Quelle:


Khata sind kunsthandwerkliche Produkte in Form von langen Streifen, die aus Seide, Baumwolle, Flachs etc. angefertigt werden. Normalerweise werden sie mit Mustern oder Zeichen, die für Glück stehen, versehen. Bei sozialen und religiösen Aktivitäten dienen sie als Kultgegenstände.

In der tibetischen Kultur ist es eine Tradition, dass man sich gegenseitig Khata überreicht. Seit Generationen betrachtet man die Khata-Überreichung als die höchste Höflichkeitsform. Die Khatas haben meistens die Farben Weiß, Gelb, Blau, Grün, Rot und die Kombination von fünf Farben. Am häufigsten ist die Farbe Weiß. Khatas werden für spezielle Zwecke wie die Verehrung der Bodhisattva oder die Anfertigung bunter Pfeile usw. genutzt.

Je nach Materialien unterscheidet man zwischen drei Sorten: Die normale Sorte sind Baumwollprodukte und werden als „Suxi“ bezeichnet. Sie sind weniger als 1 Meter lang; die mittlere Stufe sind in der Regel Seidenprodukte und werden „Axi“ genannt. Meistens sind sie über 2 Meter lang; hochrangigen Prominenten der religiösen, politischen Kreise werden feine Seideprodukte überreicht. Sie bilden das höchste Level und werden „Langcui“ genannt. Sie sind mehr als 3 Meter.

Khata ist ein wertvolles Geschenk voller Eigenheiten, das Tibeter verehrten Gästen geben. Bei Festivals überreichen sich die Menschen gegenseitig Khata und bekunden sich Glückwünsche und ein schönes Leben; bei Hochzeiten wird Khata überreicht, um Ehepaaren damit ewige Liebe zu wünschen; Gästen wird Khata überreicht, damit endlose Treue und Respekt ausgedrückt werden können; bei Götterverehrungen wird Khata überreicht, damit Frömmigkeit gezeigt wird und man dadurch Schutz bekommt; bei Trauerfeiern wird Khata überreicht, damit den Toten Trauer und ihren Verwandten Beileid bekundet werden kann. An nicht wenigen Orten gibt es die Tradition, dass man Gebäuden, Behältern, Brücken, Rinderhautflößen etc. Khata überreicht. Bei der jährlichen Zeremonie des Anfangs des Frühlingspflügens wird Khata an Rinderhörner gebunden, um für eine gute Ernte im neuen Jahr zu beten. Unter der Bevölkerung hat Khata den Ruf „Leichte Bänder der Feen“.

Quelle: Tibet.cn

(Editor: Daniel Yang)

 

 

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