Thema:

Bauern feiern das Ongkor-Fest in festlicher Kleidung

Datum: 09.08.2018, 09:05 Quelle: China Tibet Online

Der Kreis Qonggyai in der tibetischen Stadt Lhoka auf einer durchschnittlichen Höhenlage von 4200 Metern hat am 6. August das einmal im Jahr stattfindende Ongkor-Fest gefeiert. „Ong“ steht für Getreide, das dort „Ongka“ genannt wird. „Kor“ bedeutet „im Kreis laufen“. Das Ongkor-Fest blickt auf eine Geschichte von mehr als 1500 Jahren zurück. Ongkor bedeutet, dass man um die hoffentlich gute Ernte von Getreide im Kreis läuft. Es handelt sich um das Fest zum Wunsch einer reichen Ernte in den Landwirtschaftzonen in Tibet.

Laut dem alten Dorfeinwohner Piando findet das Ongkor-Fest in seinem Dorf an keinem festen Tag statt und dauert auch unterschiedlich lang. In der alten Zeit wurden das Datum und die Dauer vom Mantra-Sprecher, der dafür zuständig war, den Hagel zu vertreiben („Aba“, volkstümlich auch als „Hagel Lama“ bezeichnet), festgestellt. Zurzeit wird das Datum so entschieden: Kurz vor der Reife der Hochlandgerste gehen der Dorfvorsteher und ein respektierter alter Mann zum Gyalye-Kloster und laden einen Mönch ein, mit dem Dorf als Einheit einen glücklichen Tag nach dem tibetischen Kalender auszuwählen. Durch eine Weissagung wurde festgestellt, dass die Eröffnungsfeier des Ongkor-Festes 2018 am 26. Tag des 6. Monats nach dem tibetischen Kalender um 11 Uhr stattfinden soll. Es wird gesagt, man müsse das Ongkor-Fest abschließen, bevor die Wildgänse nach Süden fliegen, sonst bringt es Unglück für das nächste Jahr.
Nach dem Brauch nahmen über 260 Familienvertreter in diesem Jahr an der großen Feldwanderung teil. Sie trafen aus verschiedenen Ecken des Dorfes in festlicher Kleidung im Hof des Gyalye-Klosters zusammen und gingen einheitlich los. Die Männer trugen das Tibet-Messer, die jungen Frauen nahmen einen bunten Regenschirm in die Hand und trugen dicke Sutren am Rücken. Sie wanderten in Reihen um das Feld, schlugen Trommeln und Gongs, und riefen laut. Auf diese Weise sollen Glück und Reichtum zurückgebracht werden.

Am zweiten Tag trafen die Dorfeinwohner nördlich des Dorfes zusammen und nahmen am Gesangs-Wettbewerb und am Tauziehen teil. Die Feierlichkeiten dauern sieben Tage. „In diesem Jahr gibt es reichliche Regenfälle. Die Hochlandgerste und der Winterweizen sind gut gewachsen. Es gibt bestimmt eine gute Ernte“, sagte Gesang Tashi.


Ein Dorfeinwohner mit einem „Dada“ (ein mit buntem Stoff eingebundener Holzstreifen) in der Hand.

Nach den Feierlichkeiten beginnt die geschäftige Arbeit der Herbsternte. Tashi Drolkars Familie baut auf einer Fläche von 1,2 Hektar Getreide an. Sie sagt, das landwirtschaftliche Einkommen sei das Haupteinkommen ihrer Familie. Die landwirtschaftliche Mechanisierung und die verschiedenen landwirtschaftlichen Subventionen hätten die Bauern motiviert.

Informationen zufolge gibt es im Dorf Jiama 234 Familien und 120 Hektar Ackerland. „Früher mussten die Ernte und der Transport von Getreide ausschließlich von Arbeitskräften geleistet werden. Seit Jahren führt das Land die Subventionspolitik für landwirtschaftliche Maschinen durch. Über 90 Prozent der Familien im Dorf haben Traktoren gekauft. Mittlerweile sind Mäher, Drescher und Getreide-Werfer weit verbreitet. Die Herbsternte dauert nur zwei bis drei Tage“, sagt die Dorfeinwohnerin Pasang Drolkar.





 

Autor: Chogyal

(Redakteur:Soong)

 

MeistgelesenMehr>>

Geschichte TibetsMehr>>

640.jpg 640.jpg 青春毕业季-德_副本640.jpg
12345