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Ärzte aus Beijing behandeln in den tibetischen Regionen

Datum: 19.07.2018, 09:58 Quelle: China Tibet Online

Der Abteilungsleiter für Osteologie des Krankenhauses Nr. 6 Beijing, Sun Zhenjie, und einige Freiwillige, die im Rahmen des Projekts „Konzentrisch - Chinas Herz gemeinsam formen“ kostenlos Patienten behandeln, gehen mit dem Arzneikoffer durch die nach starkem Regen matschige Weide und kommen am Haus von Phuntsog Drolma an, um sie zu behandeln.

Tashi Delek!“ Wenn sie die Gäste aus Beijing von weit her sehen, kommen die beiden Mädchen der Familie von Phuntsog Drolma begeistert zum Tor, um die Gäste zu empfangen. Die Familie Phuntsog Drolma wohnt in der Gemeinde Gahai im Kreis Luqu im Autonomen Bezirk Gannan der Tibeter der Provinz Gansu. Hier umgeben die unendlichen Steppen den schönen Gahai-See. Die Höhenlage beträgt 3500 Meter.

Die Familie von Phuntsog Drolma ist arm. Seit einem Verkehrsunfall vor drei Jahren leidet Phuntsog Drolma an ständigen Kopfschmerzen. Beim Laufen fühlt sie sich, als ob sie auf Baumwolle tritt. Die Ärzte in der Gemeinde haben keine Ursache gefunden. Im Rahmen des Projekts der kostenlosen Behandlung bittet der eifrige Direktor der Klinik der Gemeinde, Lhama Tsering, Sun, Phuntsog Drolma zu behandeln. Seit 15 Jahren nimmt Sun an verschiedenen kostenlosen Behandlungen in den Gemeinden teil. Es ist seine dritte kostenlose Behandlung in den tibetischen Regionen. Er fühlt sich beim Meinungsaustausch mit den Tibetern freundlich und warm behandelt. Sobald er eingetreten ist, gibt Sun den beiden kleinen Töchtern der Familie die vorbereiteten kleinen Geschenke. Darüber freuen sich die beiden Mädchen sehr. „Es ist nicht kostenlos. Heute sollt ihr Dolmetscher sein.“ Phuntsog Drolma versteht kein Chinesisch. Sun fordert die beiden Mädchen auf, als Assistentinnen zu helfen.

Sun schlägt mit dem Hammer leicht auf die Gliedmaßen von Phuntsog Drolma, um das Nervensystem physisch zu untersuchen, fragt sorgfältig nach dem Verlauf der Verletzung und der Gesundheitssituation. Obwohl er nicht im Sprechzimmer ist, findet die Diagnose sehr genau statt. „Mit guter Kontrolle kann sich das Symptom völlig verändern.“ Die nervöse Phuntsog Drolma lächelt, wenn sie Suns Worte hört. Sun diagnostiziert als Ursache für die Symptome eine Schädigung am Halswirbel, der die Halsnerven verletzt hat. Sun gibt der Familie ein Medikament und bittet den begleitenden Direktor Lhama Tsering, eine radiologische Untersuchung für die weitere Diagnose und Behandlung zu machen.

Die tibetischen Regionen sind in einer hohen Höhenlage und es ist kalt. Man leidet häufig an Rheumatismus sowie Hexenschuss und Beinschmerzen. „Wenn die Krankheit so früh wie möglich behandelt wird, kann man viel Leid vermeiden“, sagt Sun, als er die beiden Hände des 76-jährigen Garzang, die wegen der Arthritis seine Form verlieren, hält. Der alte Tibeter leidet seit fast zehn Jahren an Arthritis. Sun merkt, dass mittlerweile die Lebensbedingungen der Tibeter immer besser werden. Die grundlegenden medizinischen Bedingungen haben sich auch erheblich verbessert. Trotzdem wissen viele Bürger nicht, wohin sie am besten zum Arzt gehen, weil es falsche Gesundheitsideen und wenige Kanäle zum Einholen medizinischer Informationen gibt. So verpasst man leicht die Chance auf Behandlung. Sun hat Kontakt mit einigen Patienten und den Ärzten der Klinik der Gemeinde durch WeChat aufgenommen. „In Zukunft könnt ihr euch über die Gesundheitsprobleme von euch selbst und euren Familien und Freunden per WeChat informieren.“ Dadurch können die Tibeter direkt mit den Experten in Beijing fernkommunizieren. Die kurzfristige kostenlose Behandlung wird zu einer langfristigen Hilfe.

Informationen zufolge nehmen mehr als 800 medizinische Experten und Freiwillige von mehr als 200 medizinischen Institutionen aus Beijing und dem ganzen Land an der großen medizinischen gemeinnützigen Veranstaltung Gannan-Reise „Konzentrisch - Chinas Herz gemeinsam formen 2018“ teil.

(Redakteur:Soong)

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