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Die 5-tägige „Wunderreise“ von Mönchsgeiern

Datum: 17.08.2018, 08:44 Quelle: China Tibet Online

Ich stelle mich vor: Mein Name ist Mönchsgeier. Ich bin die größte Greifvogelart auf dem Hochplateau. Die Spannweite meiner entfalteten Flügel beträgt über drei Meter. In der Regel ernähre ich mich von Kadaver und die Menschen nennen mich „Putzkraft in der Steppe.“ Ich genieße die staatliche Schutzstufe II.

Am 18. Juli 2018 bin ich wie immer über der Gemeinde Bianer im Kreis Danba in der Provinz Sichuan, also meiner Heimat,  am Himmel herumgeflogen und habe nach Beute gesucht. Plötzlich ist eine Delikatesse im Wald erschienen. Da bin ich vom Himmel aus zur „Leckerei“ gestürzt. Jedoch habe ich nicht damit gerechnet, dass ich mich zu sehr angestrengt habe. Ich habe  mir dabei meine rechte Kralle ausgerenkt. Nach der Verletzung habe ich versucht, nochmals abzufliegen. Jedoch hat es mir nach einigen Schritten weh getan. So bin ich im Wald gehumpelt. Dabei habe ich beim Gehen immer wieder angehalten und auf diese Art und Weise vier Tage mit Hunger und Durst verbracht.

Am 5. Tag war ich so durstig, dass ich bergab hinken musste. Endlich habe ich einen Bach entdeckt. Ich bin dann an den Bach gelaufen und habe etwas Wasser getrunken. Zum Schluss konnte ich wegen der schweren Verletzung nicht mehr weiter laufen.

Eine Weile später haben mich Bauarbeiter, die gerade an den Straßen arbeiteten, entdeckt. Anschließend haben sie telefoniert. Erst im Nachhinein habe ich erfahren, dass sie mit der Abteilung Wildschutz (das ist eine Einrichtung, die speziell wilde Tiere schützt) des Umweltschutzamtes des Kreises Danba telefoniert haben. Später habe ich gesehen, dass uniformierte Beamte gekommen sind! Sie haben mich körperlich untersucht und festgestellt, dass ich mir die rechte Kralle ausgerenkt habe. Dann haben sie mich zur Polizei Banba gebracht.

Die Polizisten haben mir nicht nur Medikamente zur Wundbehandlung eingerieben, sondern mir auch ein leckeres Mal bereitet!

Nach einer 5-tägigen Behandlung und sorgfältiger Betreuung habe ich mich schnell erholt. Am 27. Juli haben mich die Beamten der Forstpolizei und des Umweltschutzamtes zur Naturschutzzone Dangling des Kreises Danba gebracht, wo sie mich freigelassen haben. Nun würde ich wirklich gerne in meine Heimat zurückkehren.

Ich bin aus tiefestem Herzen denjenigen dankbar, die mir geholfen haben. Ich wünsche mir, dass alle uns Tiere schützen können, damit Menschen und Tiere wirklich friedlich miteinander leben können.

Reporter von Tibet.cn: Gerong Geshi

(Redakteur:Soong)

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