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Stätte zur Pflege des immateriellen Kulturerbes: Aussäen der Samen von Kunst und Armutsbekämpfung

Datum: 09.10.2018, 09:00 Quelle: China Tibet Online

Im Kreis Zamtang der Provinz Sichuan ist es im September herbstlich kühl. In einem ruhigen Thangka-Studio sitzen Dutzende von Schülern mit gekreuzten Beinen und malen entlang der Linien ihre Bilder. Schritt für Schritt zeichnen sich Thangka-Bilder ab.

Die 20-jährige Nomadin Jinmu ist eine ausgezeichnete Schülerin. Sie hat mit Zeichnungen mit Bleistiften angefangen. Nach einem Jahr hat sie das mittlere Niveau erreicht und kann nun den ganzen Prozess vom Entwurf bis zum Malen von Thangka eigenständig erledigen.

Im Steingravur-Park Rangbala-Bangtuo hat Baima Luoerwu, Erbe der Steingravur der tibetischen Sutren aus Zamtang und Lehrer der Stätte der Steingravur, gerade den Dorfbewohnern die Steingravurtechniken erklärt. Dieses Jahr hat die Schule die Steingravurfertigung des Steingravur-Parks Rangbala-Bangtuo übernommen. Baima Luoerwu leitet 53 Schüler bei der intensiven Arbeit. 25 der Schüler sind arme Einwohner des Kreises, für die Armutsakten angelegt worden sind. Der Schüler Yaban sagte dem Reporter: „Durch das Lernen in der Stätte habe ich dieses Jahr durch Steingravuren schon 15.600 Yuan (etwa 1932 Euro) verdient!“

Die Traditionen des immateriellen Kulturerbes sind einzigartige Kulturressourcen Zamtangs. Als armer Kreis betreibt Zamtang seit einigen Jahren mit vielen Kräften die kulturelle Armutsbekämpfung. Anhand des Modells „Immaterielles Kulturerbe plus Armutsbekämpfung“ und in Form von „Förderung der Regierung und Ausrichtung des Erbes“ werden Erben des immateriellen Kulturerbes zur Gründung eigener Studios motiviert. Jedes Jahr wird 1 Million Yuan (etwa 123.856 Euro) in die Förderung des immateriellen Kulturerbes investiert. Bis heute hat der Kreis schon 26 Stätten gegründet, die tibetische Räucherstäbchen, tibetischen Tee, tibetische Arzneimittel, Thangka, Steingravuren, Tonkunst usw. abdecken.

Heutzutage sind im Kreis über 1400 Personen beim produktiven Schutz des immateriellen Kulturerbes tätig. Viele Volkskünste, die beinahe in Vergessenheit geraten sind, wurden wiederhergestellt und haben neue Dynamik bekommen. Daten zeigen, dass im letzten Jahr 15 der 26 Stätten des Kreises Zamtang schwarze Zahlen geschrieben und insgesamt ein Einkommen von nahezu 5 Millionen Yuan (etwa 619.279 Euro) erwirtschaftet haben.

Quelle: Tageszeitung Sichuan

(Redakteur: Daniel Yang)

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