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Dorf Metog: Alle Einwohner helfen bei Instandhaltung der Straßen

Datum: 28.11.2018, 09:54 Quelle: China Tibet Online

Die durchschnittliche Höhenlage des Dorfs Metog beträgt mehr als 4000 Meter. Metog ist das am weitesten von der Kreisstadt Nangqên im Autonomen Bezirk Yushu der Tibeter der Provinz Qinghai entfernt liegende Dorf.

Vor mehr als 20 Jahren dauerte die Hin- und Rückfahrt zwischen dem Dorf und der Kreisstadt mehr als 20 Tage, heute dagegen nur einen Tag. „Bevor ich 40 Jahre alt war (vor 1997) ging ich jedes Jahr mit anderen Dorfeinwohnern und der Yak-Kolonne zur Kreisstadt, um Gebrauchsartikel und Getreide zu kaufen. Jedes Mal hatte ich Kopfschmerzen, weil es damals keine Straßen gab und das einzige Verkehrsmittel das Pferd war“, sagt der über 60 Jahre alte Mejin. Normalerweise dauerte eine Hin- und Rückfahrt mehr als 20 Tage oder noch länger. Nach einer Hin- und Rückfahrt musste man sich eine lange Zeit erholen.

Informationen zufolge beträgt die Höhenlage des niedrigsten Punktes der Straße vom Dorf Metog zur Kreisstadt 4140 Meter und die des höchsten Punktes 5000 Meter. Wegen des Schnee- oder Regenfalls war der Weg oft entweder durch Schnee versperrt oder durch Regen zerstört.

„Es ist nicht möglich, dass wir jedesmal den Kreis dazu auffordern, Arbeiter zur Instandhaltung zu senden. Deswegen ist es die beste Lösung, dass wir es selbst machen. So bildet sich das Bewusstsein, dass jeder Dorfeinwohner die Straße instand hält und davon profitiert.“ Der Vorsteher des Dorfes Metog, Taje, sagt, nun sei die Zeit, in der Yaks und Leute die Waren trugen, vergangen. Heutzutage erstrecke sich eine Sandstraße vom Dorf bis zur Regierung der Gemeinde. Von der Gemeinde bis zur Kreisstadt gebe es Asphaltstraßen. Die Hin- und Rückfahrt dauere nur einen Tag.

Um sicherzustellen, dass diese „Himmelsstraße“ nach außen immer befahrbar ist, hat das Komitee der Dorfeinwohner Metog die Instandhaltung der Straße in die Vorschriften des Dorfes eingeschrieben. Jedes Jahr um die Regen- und Schneesaison organisiert das Dorfkomitee, dass die Dorfeinwohner die Straße unentgeltlich instand halten.

„Allmählich haben manche Dorfeinwohner Fahrzeuge gekauft, weil es Straßen gibt. Mittlerweile besitzt fast jede Familie ein Motorrad. Die Hin- und Rückfahrt ist sehr praktisch. Sogar hüten einige Leute auch mit dem Motorrad ihre Tiere. Manche Familien verlegen die Weiden auch mit Fahrzeugen“, so Mejin. „Die Straße verbessert sich Jahr für Jahr. In diesem Jahr hat der Kreis auch manche Abschnitte der Straße erweitert.“

Quelle: chinanews.com

(Redakteur: Daniel Yang)

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