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Fachfrau der Ölförderung auf Hochplateau Qinghai-Tibet

Datum: 10.12.2018, 10:42 Quelle: China Tibet Online

1998, nachdem die 21-jährige Du Dexiang ihre Ausbildung abgeschlossen hatte, ist sie zum Ölfeld Qinghai gekommen und begann, in der Branche der Ölförderung tätig zu werden. Jeden Tag holte sie Rohrzangen und Schraubenschlüssel hervor, um ihre Arbeit zu verrichten. Zu den schlichten Ölfeldarbeitern ist eine weibliche Gestalt dazugekommen.

„Vor der Arbeit im Ölfeld Qinghai bin ich nicht mal mit einer Ölpumpe in Kontakt gekommen. Daher lernte ich von alten Meistern des Ölfeldes“, sagte Du Dexiang. Als die Meister arbeiteten oder mit Defekten umgingen, ging sie auf sie zu, um zu beobachten, wie sie die Arbeit verrichten.

Bisher sind schon 20 Jahre vergangen. Sie ist von einer Anfangsarbeiterin, einer Arbeiterin des mittleren Niveaus und einer fortgeschrittenen Arbeiterin über Technikerin und hohe Technikerin bis hin zur Cheftechnikerin geworden. Dadurch ist sie zur einzigen weiblichen Expertin des Ölfeldes geworden.

Du sagte, dass die Tätigkeit beim Ölfeld viele körperliche Arbeiten umfasse und sie jedes Mal an die vorderste Front vorrücke. „Jedes Mal muss ich es erst versuchen. Wenn ich nicht genug stark bin, wende ich mich an alte Meister.“

„Einmal musste ich die Wassermantelheizung anzünden, um das Rohöl aufzuheizen. Aber ich konnte sie nicht anzünden. Deswegen musste ich an dem Ofen eine Nacht lang hocken, um es zu schaffen“, meint Du. Da war es minus 20 bis 30 Grad Celsius. Wenn sie sich jetzt daran erinnere, finde sie es anstrengend.

Die Arbeit des Ölarbeiters erfordert die Kombination der Theorie mit der Praxis. Wenn man die Kenntnisse zur Ölförderung, der Geologie, den Prinzipien der Geräte usw. erlernen will, muss man in Büchern nach Antworten suchen. Die bodenständige Du hat sich in ihrer Freizeit viele theoretische Kenntnisse angeeignet.

„2004 haben wir eine Patrouille der Ölquellen gemacht. Da haben wir gesehen, dass Du dabei immer wieder vor ich hin gemurmelt hat. Ich war neugierig und habe sie mal gefragt. Sie hat ihre Hände ausgebreitet und es wurde sichtbar, dass sie in ihren Händen aufgezeichnete Fragen zur Ölfeldarbeiterin hatte“, sagte Wu Jianming, Kollege Dus, nach seinen Erinnerungen.

„Wer sagt denn schon, dass Frauen Männern unterlegen seien? Die Lektüre von Büchern dient nicht zur Prüfung. Ein so dickes Buch für Ölarbeiter umfasst so viel, dass man leicht vergisst, wenn man nicht immer wieder darin blättert. Körperlich kann ich den Männern das Wasser nicht reichen, aber was ist mit der Intelligenz?“, sagte Du mit einem Lächeln gegenüber dem Reporter. Es hat sich herausgestellt, dass sie mit ihrem Willen und ihrem Fleiß die meisten Männer übertroffen hat.

Ohne Forschung gibt es keine Innovation. Du zeichnet sich technisch allmählich aus. Bis heute wurde sie mit fünf Preisen zur technischen Innovation vom Ölfeld Qinghai ausgezeichnet. Andere Preisurkunden zu kleinen Erfindungen sind unzählbar.

Als Angehörige der dritten Generation einer Ölfeldarbeiterfamilie verlangt Du bei allen Aufgaben von sich, sich mit Leib und Seele zu bemühen. „ Es mag daran liegen, dass ich als Kind meinen Vater verloren habe und das älteste Kind der Familie bin, weswegen ich sehr verantwortungsbewusst bin. Die mir zugewiesene Arbeit muss ich bestens erledigen.“ Im Vergleich mit anderen Berufen ist der Beruf Ölfeldarbeiter gefährlicher und die Vorschriften sind strikter. Wenn es Unfälle gibt, dann wird eine Geldstrafe verhängt. Jedoch wurde ihr noch nie eine Geldstrafe aufgebürdet, obwohl sie 20 Jahre gearbeitet hat.

„Was Berufe angeht, wird nicht zwischen Gut und Böse unterschieden. Egal, was ich mache, muss ich es zur Spitze treiben“, sagte Du.

Quelle: www.chinanews.com
Redakteur: Krystal Zhang

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