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Öko-Migranten an der Quelle des Gelben Flusses: Von „Strom“ zu „gutem Strom“

Datum: 25.01.2019, 08:58 Quelle: China Tibet Online

Gangge Maola, Öko-Migrant an der Quelle des Gelben Flusses, sagte: „Nun braucht alles Strom.“

Gangge Maola kommt aus dem Kreis Maduo im Autonomen Bezirk Golog der Tibeter in der Provinz Qinghai. Das Gebiet liegt an der Quelle des Gelben Flusses und hier ist ein wichtiger Öko-Schutzwall. Durchschnittlich liegt es mehr als 4200 Meter über dem Meeresspiegel.

Die Vorfahren Gangge Maolas folgten im Alltagsleben dem Gras und dem Wasser. Ab den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts hat sich das Öko-Gleichgewicht infolge der exzessiven Nomadenwirtschaft und der globalen Erderwärmung rapide verschlechtert und die Steppe ist degeneriert und verwüstet. Dadurch wurde das Einkommen seiner Familie immer geringer.

“Früher lebten wir von der Nomadenwirtschaft und das Kochen sowie Heizen waren von Kuhfladen abhängig. Strom habe ich nur in der Kreisstadt und Gemeinde erlebt“, sagte Gangge Maola.

Im Jahr 2011 wurde der Kreis Maduo als Schwerpunkt zur Armutsbekämpfung des Staates festgelegt. 4473 Personen von 1541 Haushalten einschließlich Gangge Maola sind umgesiedelt worden.

“Nachdem ich aus dem Dorf Jiangpa der Gemeinde Huanghe im Kreis Maduo ausgesiedelt worden war, habe ich mich von der Nomadenwirtschaft verabschiedet und mein Leben hat sich gewaltig verändert“, sagte Gangge Maola. „Anfangs haben wir uns mit Strom abgefunden. Dann ist Strom ein Assistent von uns geworden. Dies istinnerhalb weniger Jahre passiert.“

2011 hat das Staatliche Stromversorgungsunternehmen State Grid angefangen, den Kreis Maduo zu unterstützen. Nach und nach haben sie über 200 Millionen Yuan (rund 26 Millionen Euro) investiert, um beim Bau der Infrastruktur und der Entwicklung des Tourismus sowie des Gesundheits- und Bildungswesens usw. zu helfen.

Im neuen Haus Nr. 3 des Gebäudes 50 des Siedlungsgebiets der Öko-Migranten des Kreises Maduo leben Gangge Maola und ihr Ehemann, die die Peitsche zum Viehherumtreiben niedergelegt haben, heute von der Fertigung traditioneller Trachten.

“Nun haben wir Strom, Brunnen und Gruben zur Stromerzeugung. Meine Lernkosten zum Erlenen der Schneidertechniken kommen von der Photovoltaikanlage zur Armutsbekämpfung“, sagte Tsering.

Hou Yancheng, Sekrätär der Abteilung der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) von State Grid des Kreises Maduo, sagte, dass die Aktion Armutsbekämpfung von State Grid 92,82 Millionen Yuan (rund 12 Millionen Euro) investiert, um eine 10-Megawatt-Photovoltaikanlage zur Armutsbekämpfung aufzubauen. In dem Jahr wurde ein Profit von 3,8 Millionen Yuan (etwa 492.880 Euro) zur Armutsbekämpfung erzielt. Dies hat 1144 Haushalten mit Armutsbekämpfung geholfen, jeweils eine Einkommenssteigerung von 3322 Yuan (ca. 431 Euro) zu erzielen.

“Ein tibetischer Hut kann für 500 Yuan (rund 69 Euro) verkauft werden. Ihn kann man innerhalb eines Tages fertigen. Eine traditionelle Tracht kann für 4000 Yuan (etwa 519 Euro) verkauft werden und die Fertigung dauert rund eine Woche.“ Tsering zeigte dem Reporter seine Techniken. „Anfangs bediente ich eine manuelle Nähmaschine. Nun habe ich eine elektrische. Sie ist leiser und schneller.“

Es heißt, die Manufaktur zur maßgeschneiderten Fertigung von Gangge Maola und ihrem Ehemann erziele heute monatlich ein Nettoeinkommen von nahezu 10.000 Yuan (rund 1297 Euro). Die Elektrifizierung ihrer Familie schreitet auch voran. Beispielsweise haben sie einen Fernseher, einen Kühlschrank, eine Waschmaschine, einen Reiskocher, einen elektrischen Heizofen, einen Induktionsherd…

Im letzten Jahr wurde die chinaweit höchste Dorfphotovoltaikanlage zur Armutsbekämpfung ans Netz angeschlossen. Dies hat 1686 arme Einwohner von 628 Haushalten in 11 Dörfern begünstigt. Außerdem ist der Kreis zum ersten Kreis im Kerngebiet von Sanjiangyuan geworden, dessen Kreisstadt komplett mit sauberen Energien beheizt wird. Schätzungsweise kann der CO2-Ausstoß jedes Jahr um 51.635 Tonnen reduziert werden.

Die Daten des Projektes Photovoltaikanlage zur Armutsbekämpfung von State Grid zeigen, dass China bis zum Ende des Jahres 2018 insgesamt 3,166 Milliarden Yuan (rund 411 Millionen Euro) investiert. Die Kapazität der angeschlossenen Anlagen beträgt 16,1175 Millionen Kilowatt. Dies betrifft 20 Provinzen wie Hebei, Shaanxi, Hubei usw. und 2,18 Millionen arme Haushalte.

(Redakteur: Daniel Yang)

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