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Intelligent – Gedenken des 10. Penchen Rinpoche

Datum: 29.01.2019, 08:39 Quelle: China Tibet Online

Der 10. Penchen-Rinpoche ist ein Stolz des tibetischen Volkes und ein großer Rinpoche, der von allen Tibetern verehrt und geliebt wird.

Das Bild zeigt den zehnten Penchen Erdini Qoigyi Gyaincain

Früher habe ich lange Zeit im Kloster die fünf Klassiker studiert und kannte mich mit der Geschichte nicht gut aus. Jedoch wurde ich gerührt und Respekt ist in mir aufgestiegen. Im September 2015 bin ich zur Chinesische Akademie der Tibetischen Sprache für Höhere Buddhistische Studien, die aufgrund der Initiative des zehnten Penchen Lama gegründet worden war, gekommen. Man kann sagen, dass die Barmherzigkeit, Offenheit und Weitsichtigkeit des Rinpoche mich dazu ermutigt haben, zur Akademie zu gehen.

Rinpoche hat gesagt, dass an einem Ort ein Kloster gebaut werden könne, wenn es dort kein Kloster gebe. Aber die Kultur sei nicht zu geschaffen, wenn diese dort nicht existiere. Das Wichtigste eines Volkes sei die Kultur. Der Rinpoche ist während seiner Lebzeit in arme Dörfer der tibetischen Regionen gegangen. Er hat immer wieder betont, dass der Bau von Klöstern nicht wichtig für die ländliche Entwicklung sei. Außerdem sei es auch nicht wichtig, einfach Hilfe anzubieten. Stattdessen müssten die Kinder zur Schule geschickt werden und diese müssten gebildet werden. Er hat hervorgehoben, dass ein Volk langsam verschwinde, wenn es keine Kultur und keine eigenen Besonderheiten habe; auch wenn ein Volk keine große Bevölkerung und kein großes Territorium hat, kann es für immer bestehen, wenn es die eigene Kultur und die eigenen Besonderheiten gut pflegt.

Das Bild zeigt das Sonnengebäude der Akademie

In der Zeit, in der ich neu in der Akademie war, war es so, dass ich kein einziges Wort Chinesisch sprach. Überdies habe ich zum ersten Mal mein Kloster verlassen. Daher war es damals für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Das war insbesondere der Fall, wenn ich an Wochenenden ausging. Das tat ich immer zusammen mit einigen Studienkollegen. Da redete ich nur gebrochenes Chinesisch und es war mühsam. Unter diesen Umständen erinnerte ich mich an den zehnten Penchen Lama, der über ausgezeichnete Chinesischkenntnisse verfügte und exzellente chinesische Texte schrieb. Ich habe zu hören bekommen, dass der Rinpoche mithilfe eines chinesischen Wörterbuches und durch Fleiß Chinesisch gelernt hat.

Das Bild ist ein Andenkenfoto der 14. Studenten, die den akademischen Titel „Doramba“ der Gelug-Schule der Akademie bekommen haben. Der Dritte von rechts in der hinteren Reihe ist Rigba, Autor des vorliegenden Textes

Während der drei Jahre in der Akademie hatten wir bekannte, ausgezeichnete Lehrer, die die Akademie von Tibet und die tibetischen Regionen der vier Provinzen eingeladen haben. Ferner hat die Akademie Lehrer bekannter Hochschulen Beijings beauftragt, uns in Politik, Geschichte, EDV usw. zu unterrichten. Neben den Klöstern, Museen usw. in Beijing haben wir noch jene in vielen anderen Städten unter der Leitung der Akademie besichtigt und uns mit den dortigen Leuten ausgetauscht. Dies umfasste die Gespräche mit manchen gelehrten Mönchen in Hongkong.

Für die Unterkunft und Verpflegung in der Akademie, die Pendelkosten etc. kam die Akademie auf. Wenn ich mich unwohl fühlte, arrangierte die Akademie sofort Untersuchungen und Behandlungen in Krankenhäusern… All das zeigte die Unterstützung für den Buddhismus seitens des Staates. Überdies sind es die Früchte, die durch die Bemühungen des zehnten Penchen Lama, also eines Vorkämpfers des tibetischen Buddhismus, zu seinen Lebzeiten entstanden sind.

Außer, dass der zehnte Penchen Lama das eigene Volk sehr liebte, hat er immer die Solidarität zwischen den Völkern sehr betont. Der Rinpoche hat gesagt, dass die Mitglieder einer Familie Schmerzen in den Herzen hätten, wenn die Solidarität nicht existiere, und die Familie kein Glück habe. Wenn es zwischen den Dörfern keine Solidarität gebe, entstünden Konflikte und die Dörfer würden sich nicht weiterentwickeln; wenn keine Solidarität zwischen den Völkern bestehe, mache der Staat keine Fortschritte. Darüber hinaus hat er gesagt, dass jede Person in einer Familie eine Verantwortung habe; in einem Kloster habe jeder Mönch eine Verantwortung; in einem Staat habe jede Person, egal, woher sie komme, eine Verantwortung. Daher müsse man sich an die Politik und Gesetze des Staates halten. Diese Worte des Rinpoche sind in meiner Heimat, also dem Kreis Chidu im Autonomen Bezirk Yushu der Tibeter in der Provinz Qinghai, sehr verbreitet.

Wenn der zehnte Penchen Lama in den Klöstern der Provinz Qinghai Sutren darlegte, hat er gesagt, dass sich heutzutage Wissenschaft und Kultur schnell entwickelten. Daher müssten die Buddhisten nicht nur zahlreiche buddhistische Kenntnisse studieren, sondern auch die anderer Disziplinen. Die Gesellschaft entwickelt sich gerade und die menschliche Zivilisation auch. Diese stellte für den tibetischen Buddhismus die Forderung auf, sich den Anforderungen des Zeitalters anzupassen. 13 Jahre sind schon vergangen, seit der zehnte Penchen Lama verstorben ist. Und die Worte des Rinpoche sind die Belehrung an die zahlreichen Buddhisten von einem buddhistischen Meister.

Autor: Rigba (einer der 14. Studenten der Chinesischen Akademie der Tibetischen Sprache für Höhere Buddhistische Studien, die mit dem Titel Doramba ausgezeichnet wurden, und Mönch des Klosters Saikang in Yushu Qinghais)

Quelle: Tibet.cn
Redakteur: Krystal Zhang

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