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Das tibetische Neujahr des Thangka-Malers Lurong Jichen

Datum: 12.02.2019, 15:04 Quelle: China Tibet Online

Es war gerade das tibetische Neujahr. Der Thangka-Maler Lurong Jichen aus dem Dorf Hongpo der Gemeinde Yunling im Autonomen Bezirk Dêqên der Tibeter in der Provinz Yunnan ist am Morgen des 5. Februars schon früh aus dem Haus gegangen um zusammen mit den Dorfbewohnern auf den heiligen Berg in der Nähe zu steigen und Räucherstäbchen zum Beten für Glück im neuen Jahr anzuzünden. Das Dorf Hongpo befindet sich am Fuße des von Schnee bedeckten Meili Gebirges. 95 % der Dorfbewohner sind Tibeter. Dass man zwischen dem 1. und 3. Januar auf den in der Nähe gelegenen heiligen Berg zum Beten steigt, ist eine Tradition, die seit über 3000 Jahren gepflegt wird. Es ist eine der unentbehrlichen Aktivitäten während dem tibetischen Neujahr.

Um 8:30 Uhr ist Lurong Jichen bei der morgendlichen Sonne im neuen Jahr in Richtung des Berges aufgebrochen. Zusammen mit ihm waren es über 100 Männer des Dorfes. Alle trugen feierliche Trachten und hielten Gebetsmühlen und buddhistische Perlen in den Händen. Rund eine halbe Stunde später kamen sie an einer Gebetsstelle des Meili Gebirges an. Zusammen haben sie Räucherstäbchen angezündet, um für gutes Wetter, eine gute Ernte und alles Gute im neuen Jahr zu beten.

Lurong Jichen ist in einer Familie, die sich beruflich mit Thangka beschäftigt, aufgewachsen. Sein Ururgroßvater ist der Maler des achten Penchen Lama und sein Großvater hat als Maler des zehnten Penchen Lama gedient. Lurong Jichen lernte von klein auf von seinem Vater das Thangka-Malen und wurde von ihm in tibetischer Medizin unterrichtet. Er gehört zur sechsten Generation seiner Familie. Überdies wurde er mit Titeln wie „Kunsthandwerksmeister der Provinz Yunnan“ und „Erbe des immateriellen Kulturerbes Thangka der Provinz Yunnan“ ausgezeichnet.

Heute führt Lurong Jichen den Geist seiner Vorfahren weiter: Während er sich auf das Thangka-Malen konzentriert, bietet er seinen Landsleuten kostenlose Behandlungen an. Er stellt einen Teil des Einkommens vom Verkauf seiner Thangka-Werke zur Verfügung, damit armen Dorfbewohnern geholfen werden kann. Er sagte, dass er seit dem Anfang der selbstständigen Tätigkeit schon über 10 Millionen Yuan (etwa 1,3 Millionen Euro) in Wohltaten investiert habe. „Zwar habe ich mir an mehreren Neujahren keine neue Kleidung gekauft, aber ich freue mich sehr, wenn ich anderen helfen kann.“

Quelle: www.chinanews.com
Redakteur: Krystal Zhang

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