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Handwerker auf der Barkhor-Straße

Datum: 26.02.2019, 09:13 Quelle: China Tibet Online

Norbu Shida der Stadt Xigazê im Autonomen Gebiet Tibet ist ein Thanga-Maler. Er hat 14 Schüler aufgenommen. Je nach den Talenten der Schüler variieren ihre Ausbildungszeiten zwischen 3 und 6 Jahren. Schüler mit ausgezeichneten Leistungen können im Jahr vor dem Abschluss in seinem Geschäft auf der Barkhor-Straße die eigenen Werke verkaufen. Auf dieser Straße gibt es viele Geschäfte, die mit ihren Manufakturen eine Einheit bilden. Schüler hängen oder stellen an der Wand einen Bilderrahmen auf. Wenn keine Kundschaft da ist, malen sie konzentriert. Wenn Kunden kommen, stehen sie nicht auf. Bei Fragen seitens der Kunden antworten sie.  

Ich kenne einige Ton-Bildhauer, die am äußeren Rand der Barkhor-Straße zwei Läden für maßgeschneiderte Buddha-Statuen haben. Der Meister Asong leitet einige Schüler bei der Arbeit an. Jeden Tag sitzen sie mit gekreuzten Beinen auf dem Boden und arbeiten. Asong ist 37 und seit 22 Jahren übt er den Beruf aus. Die Schüler machen die einfache Arbeit und er ist zuständig für die schwierigen Dekorationen und die Gesichter, Augen sowie Hände.  

Es gibt noch zwei Ton-Bildhauer namens Penba, die auf der westlichen Barkhor-Straße einen Maskenladen haben. Der ältere Penba redet selten und der jüngere lächelt. Seit 21 Jahren gehen die beiden dieser Tätigkeit nach. Die meisten ihrer Aufträge handeln von der Fertigung von Masken zum Changmo-Tanz in Klöstern oder zum Hängen. Daneben machen sie einige kleinere Masken, die die Kunden kaufen können. Sie meinen, dass immer mehr Kunden Masken kaufen.  

Der Maler Sambo hat einen eigenen Thangka-Laden. Er trägt eine starke Brille. Grundlagen können seine Schüler malen, aber das Gesicht jeder Figur muss von ihm abgeschlossen werden. Die feinen Pinsel stellen seine Sehkraft immer mehr auf eine harte Probe und er nähern sich immer mehr dem Bilderstoff… 

Ich verbringe lange Zeit in solchen Läden. Neben Interviews unterhalte ich mich beim Teetrinken mit ihnen. Alles geht nach ihrem Rhythmus. Meistens gestalte ich meine Interviews je nach den Fortschritten ihrer Werke. Manchmal interviewe ich für ein Werk, das binnen eines halben Jahres vom Anfang bis zum Ende dauert, ebenfalls für sechs Monate.  

Ich mag diese Handwerker und ihre Ruhe bei der Arbeit. Nur wenn man sich sammelt, kann man Monate oder Jahre in ein Werk investieren; ich unterhalte mich gern mit ihnen und schaue zu, wie die Werke von ihnen geschaffen werden; ich habe es gern, nach meinen Kräften etwas für sie zu tun, denn ihre Ausdauer ist nicht leicht für sie; die kunterbunte Kunstwelt Tibets ist in den Händen von Generationen solcher Handwerker entstanden.  

(Redakteur: Daniel Yang)

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