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Qinghai: Verbreiterin der Huangzhong-Haufenstickerei gibt seit 30 Jahren die ethnische Kultur weiter

Datum: 14.03.2019, 09:18 Quelle: China Tibet Online

Am Vormittag des 6. März traf der Journalist die Verbreiterin der Huangzhong-Haufenstickerei, die zum immateriellen Kulturerbe auf Staatsebene gehört, Qiao Yingju.

In der Mitte der breiten Ausstellungshalle enthüllte die 58 Jahre alte Qiao ein langes Stück von rotem Stoff. „Dieses Werk ‚Die alte Straße zwischen Tang und Tubo‘ erzählt die Geschichte von Prinzessin Wen Cheng, die nach Tibet reist. Es besteht aus drei Teilen: Empfang, Treffen der Prinzessin Wen Cheng mit Songtsen Gampo und Verabschiedung. Meine Schüler und ich haben mehr als drei Monate gebraucht, um dieses Werk zu schaffen.“

Die Huangzhong-Haufenstickerei zählt zu den „drei außergewöhnlichen Kunstfertigkeiten“ des Klosters Kumbum Champa Ling und genießt wie die Wandgemälde und die Yakbutter-Skulpturen des Klosters einen weitreichenden Ruf. Die Haufenstickerei stammt aus der Kunst der Stickerei und stellt ein künstlerisches Produkt der Integration der Han-chinesischen und der tibetischen Kultur dar. Ihre Inhalte und Formen haben die charakteristischen Eigenschaften von Qinghai. Ihre Anfertigungstechniken sind fein und vortrefflich. Deswegen zählt sie zu den Hauptformen des tibetischen Kunsthandwerks. 2008 wurde die Huangzhong-Haufenstickerei in die zweite Liste des immateriellen Kulturerbes auf Staatsebene aufgenommen.

„Mit diesen Werken habe ich Länder wie die Niederlande, Deutschland und Belgien besucht. Ausländische Freunde interessieren sich sehr für das volkstümliche Kunsthandwerk von Qinghai und die ethnischen Bräuche. Viele Leute haben Bestellungen gemacht“, so Qiao. Obwohl die Haufenstickerei über feine Muster verfügt und prächtig und würdevoll aussieht, kostet der Anfertigungsprozess viel Zeit und Arbeit. Darüber hinaus wird das Übereinanderlegen von dem Stück Seidensatin manuell gemacht, keine Maschine kann es schaffen. Heute wollen nicht mehr viele Menschen die Haufenstickerei lernen. Man sollte einen Weg finden, um sie weiterzugeben.

Damit mehr Leute die traditionellen Techniken der Huangzhong-Haufenstickerei schätzen lernen und sie weitergeben, hat Qiao im Jahr 2014 ihre eigene Werkstatt gegründet. Jedes Jahr bietet sie gemeinsam mit den lokalen Behörden wie dem Frauenbund und der Vereinigung von Menschen mit Behinderung den heimischen Frauen und Behinderten eine kostenlose Ausbildung an. Innerhalb weniger Jahre hatte sie fast tausend Schüler. Trotzdem machen nicht viele weiter.

Die 41-jährige Zhu Hongxiu lernt seit mehr als zehn Jahren von Qiao die Haufenstickerei. Nun hat sie schon einige Errungenschaften erzielt. „Die alte Straße zwischen Tang und Tubo“ ist in Zusammenarbeit von ihr und Qiao geschaffen worden.

„Ich mag die Haufenstickerei besonders. Dabei handelt es sich sowohl um ein Handwerk als auch um Kunst. Obwohl nur wenige sich damit beschäftigen, ist sie noch von großer Bedeutung“, sagte Zhu.

„Wenn jemand sie lernen will, werde ich sie ihm lehren. Es ist meine Pflicht und mein Wunsch, die Quintessenz der ethnischen Kultur weiter zu verbreiten“, so Qiao.

(Redakteur: Daniel Yang)

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