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Li Zuixiong: 18 Tibet-Reisen und Rettung von nahezu 6000 m2 Wandmalerei

Datum: 12.03.2019, 11:42 Quelle: China Tibet Online

Li Zuixiong wurde 1941 geboren. Seit über 50 Jahren beschäftigt er sich mit der Lehre, der Forschung und dem Projektmanagement der Grottenmalerei und der Ruinen der Gebäude aus Erde. Er hat über 40 wichtige internationale Forschungsprojekte und Projekte der internationalen Zusammenarbeit bis zum Abschluss geleitet. Daher bezeichnen ihn seine Branchenkollegen als Avantgardisten und Anführer des wissenschaftlichen Schutzes der Dunhuang-Grotte.

„Wir sind vergleichbar mit Ärzten, die die Denkmäler untersuchen. Wir müssen uns ständig um sie kümmern und an sie denken.“ Li Zuixiong kann sich immer noch an jede Felduntersuchung erinnern und scheut keine langen Strecken, um den Nachwuchswissenschaftlern, die sich mit den Dunhuang-Grotten beschäftigen, Unterricht zu geben.

1991 hat Li Zuixiong im Fach Speicherungswissenschaft an der Tokyo University of the Arts promoviert und wurde zum Spitzendoktor für Denkmalschutz Chinas mit ausländischen Studienerfahrungen. Nach der Heimkehr nach China hat er nicht nur Forschung und Praktiken zum Denkmalschutz betrieben, sondern auch Fachkräfte ausgebildet, was wichtiger ist.

Damals waren die Arbeits- und Lebensbedingungen an den Dunhuang-Grotten sehr hart. Jede Woche fuhren nur zwei Busse ins Stadtgebiet. Mitarbeiter konnten ins Stadtgebiet fahren, um Artikel, die für das Alltagsleben unentbehrlich sind, zu kaufen, aber die Bussen wurden oft überfüllt, so dass man nicht mehr einsteigen konnte.

„Damals sagten viele Leute, dass einige Mitarbeiter, die ich hergeholt habe, ihre Arbeitsstellen nach ihren Auslandsaufenthalten wieder verlassen.“ Daher stand Li sehr unter Druck und sprach mit den Mitarbeiter, sobald sie für unschlüssig befundenworden waren. Heute freue ich mich sehr, weil ich sehe, dass sie Karriere gemacht haben.“

Mitte des 20. Jahrhunderts musste man für den Schutz der Grotten, die im Kompetenzbereich des Dunhuang-Forschungsinstituts standen, des Öfteren chinesische oder ausländische Experten einladen, damit sie bei der Beseitigung der Schäden der Denkmäler helfen konnten. Seit einigen Jahrzehnten jedoch können sie nicht nur den eigenen Bedarf selbst decken, sondern haben auch angefangen, Fachkräfte ins ganze Land oder die Welt zu schicken. Zu betonen ist die Schutztechnologie „Moderne Techniken plus Traditionelle Materialien“, die Li als Erster vorgeschlagen hat. Auf der Grundlage der guten Pflege der Dunhuang-Grotten schützt man damit mehrere andere Grotten, Wandmalerei und Erd-Ruinen.

Während des Projekts zum Schutz und zur Restauration der Wandmalerei im Potala-Palast, im Sakya-Kloster und im Norbulingka-Palast ist Li 18 Mal nach Lhasa, Sa’gya, Ngari usw. gegangen. Da hat er auf der Basis der Umweltüberwachung, der Schadenuntersuchung, der Analyse der Materialien zur Wandmalereifertigung und der Forschung nach dem Mechanismus der Schäden in Anbetracht der Merkmale der Besonderheiten der Ablösung der Wandmalerei tibetischer Klöster durch die Simulation im Innenraum sowie die Versuche vor Ort Materialien entwickelt und sein Team bei der Restauration der Wandmalerei mit einer Fläche von nahezu 6000 Quadratmetern geleitet.

Bei der Arbeit in Tibet war Li schon über 60. Seine Kollegen haben versucht, ihn zu überzeugen, dass er seltener hinfahren soll, aber es ist ihnen noch nie gelungen. Da er in diesen Jahren häufig zwischen dem Hochplateau und dem Flachland hin und her gependelt ist, hat er sich schwere Schäden am Körper, insbesondere am Herzen zugezogen. Nach der Rückkehr nach Ostchina ist er ein paar Mal zusammengebrochen. Dann wurde er einer Herzstentimplantation unterzogen. Wenn die Leute um ihn von der Balance zwischen Arbeit und Gesundheit sprechen, lächelt er nur und sagt, dass ihm ein Stein vom Herzen gefallen sei.

Quelle: www.chinanews.com

Redakteur: Krystal Zhang

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