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Die befreite Leibeigene Tseringphel: Glückliches Leben im Sonnenschein

Datum: 29.03.2019, 09:00 Quelle: China Tibet Online

Der 28. März steht vor der Tür. Die in Lhasa wohnende alte Tibeterin Tseringphel ist beschäftigt. Sie wischt die Bronzestatue des Vorsitzenden Mao Zedong, bringt den eigenen kleinen Hof in Ordnung und ordnet die tibetischen Trachten. Am kommenden Gedenktag der Millionen Leibeigenen von Tibet will sie sehr früh zum Potala-Palast-Platz gehen und dort auf das Hissen der Roten Fünf-Sterne-Fahne warten.

„Ich wurde im Jahr 1942 in Damxung geboren. Damals waren meine Eltern Diener in der Kreisregierung. Mit acht Jahren war ich auch Dienerin geworden und diente mit meinen Eltern den drei großen Lehensherren.“ Wenn sich Tseringphel an das Leben erinnert, das schlechter als das der Zugtiere war, schießen ihr immer noch die Tränen in die Augen.

„Ich trug Wasser und machte Tee. Alle Arbeiten musste ich machen. Wenn ich etwas Falsches getan habe, wurde ich sofort bestraft“, so Tseringphel. Die Strafen umfassten das Auskratzen von Augen, das Abschneiden von Zungen und das Schlagen mit Stangen. „Ich weinte, solange ich diese sah“, sagt Tseringphel und gestikuliert, während sie die Tränen abwischt.

1959 entschied sich die Zentralregierung nachdrücklich, demokratische Reformen durchzuführen, um das in der Klassenunterdrückung stehende alte Tibet ins neue Tibet mit dem Volk als Herr umzuwandeln.

Die Tage des Leids sind endlich vergangen. Aufgrund der eigenen Anstrengungen genießen Tseringphel und ihre Familie ein glückliches Leben.

„Ende 1959 wurden wir drei Geschwister zum Lernen nach Zentralchina geschickt.“ Die von Tseringphel erwähnte Schule, in der sie lernte, war die frühere Tibet Public School, heute die Xizang Minzu University.

„Als ich in Xianyang war, litt ich immer an Heimweh. Ich konnte mich auch nicht an das Klima dort anpassen, deswegen war ich dann krank. In der meisten Zeit konnte ich nur im Selbstunterricht lernen.“ Drei Jahre später schloss Tseringphel die Schule ab und kehrte heim. Dann wurde angeordnet, dass sie in der Ein- und Verkaufsgenossenschaft der Gemeinde Nam Co im Kreis Damxung als Verkäuferin tätig wird.

1967 heiratete Tseringphel einen Nachkommen der Leibeigenen, der auch zum Lernen in die Tibet Public School geschickt und nach dem Abschluss zugeteilt wurde, im Kreis Damxung zu arbeiten. Zwei Jahre später wurde ihre älteste Tochter geboren.

Nach 18-jähriger Arbeit in der Gemeinde Nam Co wurde Tseringphel zurück in den Kreis Damxung versetzt. Die Angehörigen der kleinen Familie sind schließlich zusammengekommen. 1999 trat Tseringphel in den Ruhestand und genießt im Kreis Damxung ihr Familienglück.

Dieses Leben dauerte mehr als zehn Jahre. Dann sind Tseringphel und ihr Mann in das heutige Wohlviertel umgezogen. Im ersten Stock sind die Zimmer der drei Töchter. Im Erdgeschoss sind das Wohnzimmer, die Küche und das Schlafzimmer der Senioren. Im vergangenen Jahr wurde ein Sonnenraum mit einer Fläche von mehr als 100 Quadratmetern aufgebaut. Ein Zimmer dient als Garderobe und das größere ist als Wohnzimmer eingerichtet worden.

Quelle: China Tibet Online

(Redakteur: Daniel Yang)

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