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Schauspielertraum eines ehemaligen Leibeigenen

Datum: 08.04.2019, 10:00 Quelle: China Tibet Online

In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts hat der Film „Leibeigene“ in ganz China für viel Aufsehen gesorgt. Viele Menschen haben durch den Film das finstere, rückständige Leibeigenensystem im alten Tibet kennengelernt. Weniger bekannt ist, dass der tibetische Schauspieler Dawangdu, der den Protagonisten spielte, vor der friedlichen Befreiung Tibets selbst ein Leibeigener war. Daher kann man auch sagen, dass er  in Anbetracht seiner Vergangenheit und seiner heutigen Verhältnisse auch im realen Leben schauspielert.

Dawangdu wurde im Kreis Gonggar des Regierungsbezirks Lhoka im Autonomen Gebiet Tibet geboren. Als er 13 Jahre alt war, wurde er zum Hof geschickt, wo er Pferde hütete und fütterte sowieStricke usw. fertigte. Im Herbst musste er in aller Herrgottsfrühe aufstehen, um Hochlandgerste zu ernten. Er ging erst ins Bett, wenn er fertig war mit ernten. Oft musste er bis in die tiefe Nacht hinein arbeiten und konnte gar immer noch nicht die Arbeit komplett fertigstellen. Am unerträglichsten jedoch war der Hunger. Seit sich Dawangdu Sachen merken konnte, hat er sich nie satt essen können.

Solche anstrengenden Tage widerholten sich, bis sich ein Vorfall in seiner Familie ereignete. Dawangdu, der seine Stütze verloren hatte, ist in ein Kloster geflohen, wo er zu einem Diener wurde, der speziell Aristokraten bediente. Wie auch der Champa im Film, wurde er zum armen Qamba des Klosters. Im Herbst des Jahres 1951 ist die chinesische Volksbefreiungsarmee in Lhasa angekommen. Dawangdu hat stellte fest, dass diese Armee diszipliniert war, niemanden misshandelte oder ausbeutete und als die Gelegenheit günstig war beendete er seinen Mönchstatus und blieb im Bauernhof der Armee zum Arbeiten. In den Jahren danach hat er fleißig gearbeitet und wurde zum Glück auserwählt. Zusammen mit anderen Funktionären der nationalen Minderheiten wurde er nach Ostchina zur Weiterbildung geschickt. In der Schule war Dawangdu sehr fleißig und er hat ausgezeichnete Leistungen erzielt. Das Tibet-Ensemble, das erst vor Kurzem gegründet worden war, hatte ihn entdeckt. Danach wurde er zur Weiterbildung in die Theaterakademie in Shanghai entsandt. Dies schaffte eine solide Grundlage für seine spätere Schauspielerkarriere.

Es war für Dawangdu unvergesslich, dass sich der Premierminister Zhou Enlai die Darbietungen „Prinzessin Wencheng“ der tibetischen Absolventen angeschaut hatte und ihnen eine freundliche Audienz gab. Seitdem hat er die Worte Zhous zutiefst in seinem Herzen verankert : „Ihr seid die Samen des Theaters des Hochplateaus und ihr müsst Sämlinge entwickeln, gedeihen und Früchte tragen.“

Als Rollen im Jahr 1963 für den Film „Leibeigene“ ausgesucht werden sollten, hat sich Dawangdu mit seinen exzellenten Darbietungen und einzigartigen Erlebnissen hervorgetan. Er schätze sehr diese schwer ergatterte Chance und investierte viel Energie in die Rolle. Damit hat er wirklich den Protagonisten „Champa“ mit sich selbst verschmolzen. Seine ausgezeichneten Darbietungen aus tiefstem Herzen bewegte unzählige Schauspieler. Der Film stellt sehr realitätsnah das traurige Leben der Leibeigenen in der Leibeigenschaft des alten Tibets dar und hat einen besonderen Status in der Filmgeschichte Chinas.

Dawangdu hat die guten Traditionen der chinesischen Filmemacher geerbt und verbreitet.  Das ganze Leben lang blieb er in Tibet und arbeitet unbeirrbar undfleißig an seiner Schauspielerkarriere. Er hat sich in Filmen wie „Personen, die nicht geboren werden dürfen“, „Songtsen Gampo“ usw. mit viel Herz in mehreren Rollen hervorgetan.

Quelle: Tibet.cn

Redakteur: Krystal Zhang

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