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Hu Jin´an gelangte durch Ziehen des Pferdeschweifs über den Erlang-Berg

Datum: 26.04.2019, 09:38 Quelle: China Tibet Online

Hu Jin´an beim Interview

Der junge Hu Jin´an

Das 18. Korps marschiert nach Tibet.

Die nach Tibet fahrenden Truppen kaufen zur Versorgung ein.

„Am Anfang konnte ich wirklich nicht laufen. Bei der Besteigung des Erlang-Bergs bin ich durch das Ziehen des Pferdeschweifs gegangen. Dann kritisierte der Kompaniechef mich: ‚Wie können die Pferde gehen, wenn nicht mal du gehen kannst? Es ist verboten, die Pferde zu ziehen!‘ Deswegen zog ich die Pferde nicht mehr.“ Dieses Erlebnis des Marsches nach Tibet hat Hu Jin´an, der früher Soldat des 157. Regiments der 53. Division des 18. Korps war, noch deutlich vor Augen. Der heute 87 Jahre alte Hu hat vor 69 Jahren mit der Kommunistischen Partei Chinas die Aufgabe, den letzten Boden auf dem chinesischen Festland zu befreien, vollendet.

Während des Marsches hatte der Vize-Politoffizier des 18. Korps, Wang Qimei, extra die Soldaten des Korps motiviert. Er sagte: „Der Marsch nach Tibet ist bestimmt sehr schwierig. Im Vergleich zum damaligen Langen Marsch der Roten Armee ist es für uns viel besser. Wir halten diese Aufgabe für den zweiten Langen Marsch. Wir sollten nicht daran denken, dass die Aufgabe erfüllt wird, wenn wir Tibet befreien. Wir sollten uns darauf vorbereiten, uns dem Leben in Tibet anzupassen und Tibet für eine lange Zeit aufzubauen.“

„Damals habe ich mich aus eigenem Antrieb angemeldet, nach Tibet zu fahren, und war vollständig vorbereitet, Not zu erleiden. Deswegen fand ich den Marsch nicht zu hart“, so Hu.

Das Wetter vom Erlang-Berg ändert sich sehr schnell. „Die vier Jahreszeiten sind nicht klar, aber die vier Tageszeiten sehr klar.“ Eines Tages hatte es auf dem Berg geschneit. Die Kochgruppe war verschwunden. „In der Tat wurde das Zelt der Kochgruppe vom Druck des Schnees zerstört, während die Mitglieder schliefen. Sie wurden eingebettet. Wir haben den Ort des Zeltes gefunden und sie ausgegraben.“ Manche Soldaten litten an der Schneeblindheit, konnten die Augen nicht öffnen. Eine Person griff die Tasche der anderen vor ihr und sie gingen in einer Schlange. „Wenn wir hinuntergingen, war es glatt. Einmal rutschte ich aus und glitt bis zum Rand des Abgrunds hinunter. Vor dem Rand des Abgrunds habe ich den Körper ein bisschen gehalten und wegen der Beharrung gedreht. Ich habe mein Leben gerettet“, so Hu. Die Angst wirkt noch nach.

„Damals lag die größte Schwierigkeit beim Marsch im Mangel an Sauerstoff.“ Damals wusste das 18. Korps wenig über Tibet und hatte keine Ahnung von der Sauerstoffknappheit. Sie hielten den Sauerstoffmangel für „Miasma“. „Bevor wir losfuhren, aßen wir Chinin, um Miasma vorzubeugen. Daher wurde der ganze Körper gelb.“ Eigentlich wirkt Chinin gar nicht gegen die Sauerstoffknappheit auf dem Hochland.

In Hus Truppe trug jeder Soldat eine Last von 30 Kilogramm, darunter fünf Kilogramm Nahrung, einen Pelzmantel, ein tibetisches Zelt, zwei Paare Gummischuhe, Decke und Geschoss. „Am Anfang konnte ich wirklich nicht laufen. Bei der Besteigung des Erlang-Bergs bin ich durch das Ziehen des Pferdeschweifs gegangen“, so Hu. Vor der Bergbesteigung mussten sie einen Fluss überqueren. „Um die Schuhe und Socken nicht nass zu machen, habe ich sie beim Fluss-Überqueren ausgezogen.“ Es gibt auf den Steinen im Fluss Moos und es ist sehr glatt. Versehentlich bekam er am Fuß eine tiefe Schramme. Ein Sanitäter verband die Wunde einfach und sie fuhren weiter. „Weil ich durch die Verwundung behindert war, habe ich den Pferdeschweif gezogen.“ Damals war Hu erst 17 Jahre alt. Für die Truppen nach Tibet waren die Zugtiere eine „Stütze“. Auf der mehrere tausend Kilometer langen Fahrt trugen die Zugtiere die meisten Lasten. Die Kritik durch den Offizier machte Hu den Grund verständlich. „Danach habe ich nie wieder den Schweif eines Pferdes gezogen“, sagt Hu.

„Die Befreiung von Tibet darf nicht vom lokalen Angebot stattfinden.“ Es handelt sich um eine wichtige Anweisung von Mao Zedong. Die Versorgungen der Truppen nach Tibet wurden von Zentralchina angeboten. Am Anfang des Marsches nach Tibet schrieb der Oberbefehlshaber Zhu De dem Zuständigen des südwestchinesischen Militärbezirks: „Es ist schwer, den Truppen nach Tibet Getreide anzubieten. Man kann lokales Rind- und Schaffleisch sowie Yakbutter und Hochlandgerste als Nahrung kaufen.“ Er wies besonders darauf hin: „Man kann Rinder kaufen und sie mitmarschieren lassen, um Getreide zu transportieren. Wenn das Getreide aufgegessen ist, kann man das Rindfleisch essen. Es handelt sich um eine Erfahrung des Marsches der Roten Armee in den Norden.“

„Ohne Getreide-Versorgung aßen wir auch Wildgemüse. Allerdings gibt es verschiedene Arten von Wildgemüse. Manchmal haben wir auch giftiges Gemüse gegessen. Damals wurde eine Gruppe vergiftet und wir ließen sie Seifenwasser essen, damit sie das giftige Gemüse erbrachen. Dadurch wurde das Leben der Soldaten der ganzen Gruppe gerettet.“

In der Zeit der Getreideknappheit begaben sich die Soldaten angesichts der steilen topografischen Lagen mit beharrlichem Willen und starker Ausdauer auf den Marsch nach Tibet und spiegelten den „Geist des alten Tibet“ und den „Geist des 18. Korps“ lebhaft wider.

(Redakteur: Daniel Yang)

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