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Schützer von Hoh Xil geben einander das Leben

Datum: 30.04.2019, 09:31 Quelle: China Tibet Online

„Jedes Mal, wenn wir in die Gebirge gehen, geben wir alle einander das Leben“, sagt der 30 Jahre alte Longzhou Caijia. Hinter ihm befindet sich Hoh Xil. „Wir denken an dieselbe Sache. Vielleicht handelt es sich um den Hoh-Xil-Geist.“

In den 1990er Jahren zog das „schöne Mädchen“ Hoh Xil wegen zu viel Wilderei die Aufmerksamkeit der Welt auf sich.

Allerdings ist der Ort durch die schweren und mühsamen Anstrengungen der „Schutzgottheiten“ von Hoh Xil mit Gyaisang Sonam Daje als Vertreter schließlich zum echten „Reich der Wildtiere auf dem Hochland“ geworden. Obwohl heute Lastkraftwagen auf der Qinghai-Tibet-Straße im Westen der Provinz Qinghai fahren, spielen die Tibet-Antilopen und Tibet-Wildesel, die dieselbe Farbe wie die öde Ökologie haben, sorglos und unbekümmert auf beiden Seiten.

„Ich habe die größte Angst davor, dass ich nach dem gefährlichsten Erlebnis gefragt werde, weil jede Fahrt in die Gebirge gefährlich ist. Es kommt gar nicht zur Sprache, welche am gefährlichsten ist.“ Longzhou Caijia, der Vizeleiter der von der Verwaltung des Naturschutzgebietes auf Staatsebene Hoh Xil eingerichtete Schutzstation Sonam Daje, sagt: „In der Nacht können wir im Zelt die Geräusche der Schritte von Braunbären und Wölfen hören.“

Vor einigen Jahren geriet das Auto der Patrouille während der Rückfahrt ins Moor. Longzhou Caijia sagt: „Sie hatten sogar nichts zu essen. Die Verwaltung hat drei Rettungsgruppen gesendet. Fast 24 Stunden pro Tag gruben sie das Auto aus. Man grub, während man fuhr.“

„Die anderen können vielleicht sagen, dass wir nicht fahren können und keine Lösung haben.“ Longzhou Caijias Meinung nach liegt der größte Unterschied von seinen Kollegen darin, dass sie auf jeden Fall hineinfahren und ihnen Nahrung bringen wollen, selbst wenn sie selbst auch nicht herausgehen könnten.

In der Limousine der Schutzstation Sonam Daje auf einer Höhenlage von 4479 Metern hängen die von sozialen Persönlichkeiten geschenkten Schrifttafeln und bestickten Fahnen „Hochlandverteidiger“ und „Heldschutzstation“ an der Wand. Einige in den 1990er Jahren geborene Mitglieder der Schutzgruppe essen gerade den Brei, der aus dem restlichen Reis des vorigen Abendessens gekocht ist.

Das in der Stadt aufgewachsene Mädchen Xue Yaqian, das in den 1990er Jahren geboren wurde, ist das erste weibliche, und gleichzeitig das schönste und beliebteste Mitglied der Schutzstation.

„Bevor ich in Hoh Xil war, dachte ich eigentlich, dass es hier viele Tiere gibt und schön ist“, sagt Xue Yaqian. „Aber in der Schutzstation Tuotuo-Fluss lag die größte Schwierigkeit, die ich nicht akzeptierte, darin, dass ich einen Monat lang nicht baden konnte. Dann ist das Problem des Badens gelöst worden. Das Trinkwasser und die Stromversorgung sind Probleme geworden.“

„Die alten Mitglieder haben mir ihre Erlebnisse erzählt. Sie aßen trockenen Proviant, Eis und Schnee. Um die Vegetation nicht zu schädigen, fuhren sie auf den früheren Fahrspuren. Die Autos gerieten auch ins Moor. Sie gruben und gerieten vom Weg ab, immer abwechselnd. Im Vergleich zu ihnen fühle ich mich viel glücklicher“, so Xue.

„Bei einer Streife wurde ich von einem Lastkraftwagen erfasst. Bevor ich zu Boden fiel, stieß auch ein Geländewagen gegen mich. Meine Hände steckten direkt in der Motorhaube“, sagt Deng Haiping. „Eltern halten ihre Kinder für einen Schatz. Nachdem ich diesen Unfall erlebt hatte, war mein Handy immer ausgeschaltet. Erst als ich wieder laufen konnte, traute ich mich, meine Mutter zu sehen.“

Neben den alltäglichen Streifen trage die Station auch die Aufgaben, Freiwillige zu empfangen, Wildtiere zu retten und wissenschaftliche Kenntnisse zu verbreiten. Der bevorstehende Sommer sei die geschäftigste Saison der Station, führt Longzhou Caijia weiter aus.

Quelle: Chinanews.com

(Redakteur: Daniel)

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