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Unterschiedliche Tibeter:Direktor Chodron

Datum: 05.05.2019, 09:00 Quelle: China Tibet Online

Tibet.cn hat Yagebo (Wu Yuchu), Direktor des Yakmuseums Tibets eingeladen, um die Rubrik „Unterschiedliche Tibeter“ einzurichten. Es ist das erste Mal,dass seine Gedanken und Überlegungen in den letzten Jahrenimmer wieder veröffentlicht wurden, so dass der Leser  einen klareren Eindruck von den wahren Tibetern, den wahren Angelegenheiten und Gegenständen Tibets bekommen kann.

Vor 17 Jahren gab es im Tibet-Museum keine professionellen Museumsführer. Chodron war eine ganz normale Mitarbeiterin. Sie fungierte als Führerin in der Einheit Masken der tibetischen Oper und Gesar-Könige. Das war zu der Zeit , als dass das neue Museum zum ersten Mal, für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Danach wuchs sie zusammen mit dem Museum auf und wurde zur Direktorin des Museums.

Chodron war ein Glückspilz des neuen Tibets. Sie ist in der zweitgrößten Stadt Tibets Xigaze Tibets aufgewachsen. Als sie klein war, hat sie zusammen mit ihren Eltern im Hof der lokalen Verwaltung gelebt. Um sie herum lebten die Nachkommen der Beamten der Verwaltung. Sie haben ihre Kindheit und ihre Jugend sehr sorglos erlebt.

1988 hat Chodron die Oberschule abgeschlossen. Da ihre Noten in Geschichte immer die besten waren, hat sie sich zum Studiengang Geschichtswissenschaft der Universität Sichuan angemeldet. Ihr damaliger Klassenlehrer war Herr Huo Wei, ein zu der Zeit sehr berühmter Archäologe, Experte von Denkmälern und Changjiang-Akademiker. Dessen damalige tibetische Studenten der Universität sind heute zu tragenden Säulen der Denkmalkreise Tibets geworden.

Nachdem Chodron das Studium abgeschlossen hatte, wurde ihr ein Arbeitsplatz im Denkmalamt der Region Xigaze zugewiesen. Dort arbeitete sie aber nur ein Jahr. Danach wurde sie zum Vorbereitungsbüro zum Bau des Tibet-Museums abgestellt. Hier ist sie auf eine andere Persönlichkeit, der sie besonders dankbar ist, getroffen. Der tibetische Geschichtswissenschaftler, Denkmalerforscher, Schriftsteller und Übersetzer Trinley Choeta.

Tibet war damals wahrscheinlich das einzige Verwaltungsgebiet auf Provinzebene, das kein Museum hatte. Trinley Choeta hat die Ämter als Direktor des Vorbereitungsbüros und Direktor des zu bauende Museums angetreten. Man kann sagen, dass er eine beispielslose historische Aufgabe übernommen hat. Zwar hatten sie damals ein Budget mit einer astronomischen Höhe von 99 Millionen Yuan (rund 1,32 Millionen Euro) zur Verfügung, aber die Planung und Bauarbeiten, die die Grundlage des Museums bildeten, die Beschaffung von Exponaten, die Versetzung und Schulung von Mitarbeitern, das Design der Ausstellung – alles musste von null gestartet werden. Das alles war Anfangs unvorstellbar für Trinley Choeta, der sich vorher mehr mit der Sprache allein beschäftigt hatte. Noch schwieriger war, dass sie durch das Museum der tibetischen Gesellschaft den neuen Begriff „Museum“ erst vermitteln mussten. Für Tibet war das ein absolut neues Wort. Trinley Choeta und seine Angestellten hatten die Aufgabe, nicht nur ein Museum aufzubauen, sondern auch die Philosophie des modernen Museums in die moderne tibetische Gesellschaft zu integrieren. Chodron sagte, dass sie jeden Tag von Experten lernten.  . Jeder Teil des Gebäudes und  jedes einzubringende Exponat, haben sie im Detail studiert.. Trinley Choeta war ein strenger Mann, aber auch ein gütiger Senior. Als seine Angestelltehat Chodron beinahe am ganzen Aufbauprozess des Museums Tibet teilgenommen. Dabei hat sie die Härte, die Erfolge und die Freude zu spüren bekommen.

Chodron ist sowohl sehr intelligent als auch einfühlsam. Sie hat nicht nur historische Fachkenntnisse, sondern ist auch sehr gut organisiert. Sie hat in Museen in den USA und Europa Ausstellungen ausgerichtet und dort ihre Erfahrung sowie Vorgehensweisen aufgezeichnet; Sie hat die Museen anderer Verwaltungsgebiete besichtigt und überall neue Freunde kennen gelernt; sie hat immer wieder neue Ausstellungsarten ausprobiert und zahlreiche gut ausgebildete Fachkräfte hervorgebracht…

Das 1999 eröffnete Tibet-Museum kann hinsichtlich der Fläche und der Funktionen den heutigen Bedarf längst nicht mehr decken. Die Volksregierung des Autonomen Gebiets hat nach mehrfachen Untersuchungen beschlossen, das Museum an seinem eigentlichen Sitz auszubauen. Ab dem Dezember 2016 wird das Museum für 5 Jahre geschlossen. In den Ausbau des Museums werden 660 Millionen Yuan (rund 87,7 Millionen Euro) investiert und es wird zu einer Fläche von 54.000 Quadratmetern ausgebaut. Damit ist es 5-mal so groß wie das alte Museum. Geleitet wurde das große Projekt durch die noch vor 17 Jahren so schüchterne Museumsführerin Chodron.

Das heutige Museum erfährt gerade eine vielseitige Innovation hinsichtlich der grundlegenden Philosophie und des Betriebs. Eine wichtige Frage ist die funktionale Positionierung des Museums. Das Zeitalter s in dem die Museen die Exponate nach den eigenen Wünschen platzierten und auf Besucher warteten ist längst vorbei. Chodron sagte, dass das künftige Museum Tibet mit dem Ziel „Besondere Tibet-Denkmäler, einzigartige Forschung, einzigartige Ausstellungen, einzigartige Bildung, einzigartiger Schutz und einzigartiger Innovationen“  arbeitet und das Museum zum „Wohnzimmer auf dem Hochplateau“ gemacht werden soll. Überdies wolle man den Schwerpunkt mehr auf die einheimische Bevölkerung legen, so dass sie nach den eigenen Wünschen aktiv undwiederholt ins Museum kommen. Auf diese Art und Weise werden können sehrvielfältige Gäste empfangen werden,  einschließlich der Kinder. So soll es nicht nur eine einzige Ausstellungen geben und der Besucher wird auch nicht nur einmalkommen. Auswärtige Touristen sollen nicht nur die Exponate anschauen, sondern sollen auch mehr über die Kultur und den Lebensstil der Tibeter lernen…

Quelle: Tibet.cn

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