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„Ich war zum ersten Mal satt am Tag der demokratischen Reformen“

Datum: 23.05.2019, 09:13 Quelle: China Tibet Online

Der 85 Jahre alte Lhagyi ist Einwohner des Dorfs Dongxiong in der Gemeinde Jindong im Kreis Nang Dzong der Stadt Nyingchi.

Nachdem er einen Schluck Buttertee getrunken hat, beginnt der alte Lhagyi zu erzählen: „Bevor ich geboren wurde, war meine Mutter Leibeigene in den beiden Landgütern Xirika und Kama. Deswegen war ich nach der Geburt auch Leibeigener.“

„In meiner Kindheit musste ich jeden Tag Rinder hüten und Gras mähen. Wenn zwei Körbe, die größer als ich waren, nicht voll mit Gras gefüllt waren, wurde ich geschlagen. Im Teenageralter verlangte der Grundherr von mir, Hochlandgerste zu tragen. Ich musste oft Getreide mit einem Gewicht von 30 bis 35 Kilogramm tragen und mehrere Kilometer auf dem Bergpfad wandern, um es zum anderen Landgut des Grundherrn zu transportieren.“

„Damals gab es auf dem Bergpfad Dornen. Überall waren zerkleinerte Steine. Weil ich keine Schuhe hatte und meine Kleidung abgenutzt war, hatte ich nach jedem Getreide-Tragen viele Wunden am Fuß und Körper. Damals hatte ich auch kein Geld für eine Behandlung. Als ich die Schmerzen wirklich nicht mehr ertragen konnte, ging ich zum Fluss in der Nähe, um die Wunden zu waschen.“ Damals hatte Lhagyi noch eine ältere Schwester, die auch Leibeigene war. Unglücklicherweise starb sie bald, nachdem sie schlimm geschlagen worden war, weil sie wegen einer Krankheit die vom Grundherrn aufgetragenen schweren Aufgaben nicht vollenden konnte.

1959 kam die Volksbefreiungsarmee zu seinem Dorf. Eine Versammlung der Dorfeinwohner fand statt. Es wurde angekündigt, dass die Leibeigenschaft abgeschafft wurde. Allen wurden Dinge verteilt.

Lhagyi sagt: „Meiner Familie wurden 0,27 Hektar Ackerland und vier Yaks zugeteilt. Damals schickte die Volksbefreiungsarmee meiner Familie einiges Getreide, als sie sah, dass es in meiner Familie nichts zu essen gab. Mit diesem Getreide wurde an demselben Tag viel Leckeres gekocht. In meiner Erinnerung habe ich mich zum ersten Mal satt gegessen.“

„Mit diesen Dingen konnte meine Familie im nächsten Jahr den Eigenbedarf mit Eigenmitteln decken. Wir mussten keinen Hunger mehr haben. Bald wurde Bagyal Drolma geboren“, sagt der alte Tibeter, während er die Hände seiner Tochter tätschelt.

Lhagyi leidet wegen der schweren Arbeit in der Jugend immer noch viel und liegt oft im Krankenhaus. Es gibt deswegen in seiner Familie keine Arbeitskraft. Die Familie ist auch in Geldnot.

Nachdem sie sich über die Situation von Lhagyis Familie informiert hatten, gründeten das Dorfkomitee, das Parteikomitee und die im Dorf stationierte Arbeitsgruppe ein Hilfsteam aus Parteimitgliedern und halfen der Familie dabei, Feldarbeit zu machen und Lhagyi ins Krankenhaus zu bringen. Außerdem motiviert das Hilfsteam alle, Geld und Gegenstände zu spenden. „Viele Gegenstände in meiner Familie sind mir von den Parteimitgliedern im Dorf geschenkt worden. Ich bedanke mich von Herzen bei allen“, sagt Lhagyi.

Quelle: Tibet Daily

(Redakteur: Daniel Yang)

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