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“Lampenwächter” der Eisenbahn Qinghai-Tibet in Kukushiri

Datum: 24.06.2019, 09:14 Quelle: China Tibet Online

Während in anderen Gebieten Chinas schon der Sommer begonnen hat, hat das Gebiet entlang der Eisenbahnlinie Qinghai-Tibet in Kukushiri gerade die kälteste „Schneezeit“ des Jahres hinter sich gebracht. Schaut man in die Ferne wo die Eisenbahn herkommt, haben die Eisenbahnmitarbeiter mit gelben Westen bekleidet gerade trotz der extremen Kälte die Signallampen der Eisenbahn nacheinander gecheckt.

Nanduoming, Direktor der Signalwerkstatt Tuotuo-Fluss des elektrischen Abschnitts Goldmud des Unternehmens der Eisenbahn Qinghai-Tibet, sagte dem Reporter, dass eine Gruppe von Eisenbahnmitarbeitern Tag und Nacht an der Eisenbahnlinie ausharre, um sichere Fahrbedingungen zu schaffen, so dass die Fahrgäste jedes Mal, sicher mit dem Zug am Ziel ankommen. Nanduoming hat schon seit zehn Jahre bei dem Unternehmen angestellt.. Diese Gruppe von Menschen hat einen sehr wohlklingenden Namen. Sie werden als „Lampenwächter“ bezeichnet.

Kukushiri befindet sich im Autonomen Gebiet Yushu der Tibeter im Südwesten der Provinz Qinghai und hat eine Fläche von 45.000 Quadratkilometern. Es ist das derzeit größte, meist menschenleere Gebiet Chinas und die Eisenbahnlinie Qinghai-Tibet durchläuft genau dieses Gebiet. Nach Angaben von Nanduoming ist die Signalwerkstatt Tuotuo-Fluss, die 4533 Meter über dem Meeresspiegel liegt, in erster Linie für die Wartung der Signalausrüstungen von 17 Stationen zwischen Kukushiri nach Tanggula zuständig. Diee Ausrüstungen umfasse vor allem Schalter, Gleisstromkreise sowie Signalmaschinen.

“Unsere `Schneezeit` ist gerade zu Ende gegangen“, sagte Nanduoming dem Reporter. Die Zeit von März bis Mai ist jedes Jahr die schwierigste „Schneezeit“ der Eisenbahnlinie Qinghai-Tibet.

“Im April diesen Jahres hat es mehrfach stark geschneit. Dies führte dazu, dass die Signalausrüstungen von 13 Stationen sehr starken wetterbedingten Einflüssen unterlag. Nachdem die Signalwerkstatt Goldmud und Tuotuo-Fluss des elektrischen Abschnitts dringende Anrufe erhalten hatten, hat Nanduoming die diensthabende Mitarbeiter zu jeder Signalausrüstungszone beordert, um Schnee zu beseitigen“, sagte Shengjie Caidan, Mitarbeiterder Signalarbeitszone des elektrischen Abschnitts nach seinen Erinnerungen.

“Eigentlich haben die Weichen der Eisenbahn Wärmegeräte. Wenn kleine Schneeflocken darauf fallen, schmelzen sie sofort. Aber der Schnee im April wurde von Wind geweht herbeigeweht, so dass der sich anhäufende Schnee sehr schnell bis zu den Oberschenkeln der Arbeiteraufhäufte. Die Wärmegeräte waren voller Eis und Schnee. Dies beeinträchtigte den Verkehr sehr. Zum Schluss konnten die Mitarbeiter mit riesigen  Gebläsen den Schnee auseinandergeblasen. Danach haben wir die restlichen Schnee und und das restliche  Eis weggeschaufelt. Um zu garantieren, dass die gerade gesäuberten Weichen nicht wieder vom Schnee verschüttet wurden, mussten alle rund um die Uhr Wache halten und zusehen, wie die Züge nacheinander durchfuhren“, sagte Shengjie Caidan.

“Wir wohnen in der Station Tuotuo-Fluss. Alle anderen Stationen werden von niemandem rund um die Uhr bewacht. Wenn wir jede Woche die weiteste, höchste Station bei Tanggula checken müssen, müssen wir schon um 4:00 Uhr in der Frühe aufbrechen. Im Sommer ist es noch akzeptabel, aber im Winter fällt die Temperatur nachts oft auf minus 30 Grad Celsius. Da hat man das Gefühl, dass auf dem Wege ein Tag vergleichbar mit einem ganzen Jahr ist“, sagte Guo Yongsheng, Mitarbeiter der Signalwerkstatt Tuotuo-Fluss.

In den Dutzenden von Jahren als Vorsteher hat Nanduoming seine Mitarbeiter dabei geleitet, jede Woche alle 17 Stationen einmal zu checken. Diese Arbeit ziruliert unendlich,ein Uhrwerk..

Quelle: www.chinanews.com

(Redakteur: Daniel Yang)

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