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Die Existenzgründung von Luozhu Redeng

Datum: 10.07.2019, 09:00 Quelle: China Tibet Online

Als sie das Werk der Nomadengenossenschaft Anuocang im Kreis Wuqi in Tibet betraten, klopfte ein junger Mann beim Dröhnen der Maschinen den Staub von sich ab und reichte dem Reporter die Hand. Es ist Luozhu Redeng, Zuständiger der Genossenschaft. Er war ein Student mit einer Armutsakte des Dorfes Zhuduo in der Gemeinde Shangka des Kreises Wuqi der Stadt Qamdo.

Während des Gesprächs zeigte sich die Leidenschaft und Ehrlichkeit der Khampa-Tibeter in ihm. „Ich bin jemand, der sich nur schwer mit der Lage abfinden konnte. Ich will kein durchschnittliches Leben führen. Daher habe ich mich nicht dafür entschieden, Beamter zu werden. Im zweiten Studienjahr hat der Staat das Projekt „Existenzgründung durch alle und Innovation durch die Masse“ erlassen. Dies sorgte dafür, dass in mir der Gedanke der Existenzgründung gewachsen ist.“ Luozhu Redeng war selbstsicher, als er von der eigenen Existenzgründung sprach.

Um den eigenen Traum zu verwirklichen und die ärmlichen Verhältnisse seiner Heimat zu ändern, haben Luozhu Redeng, der sein Studium an der Universität Jinan abgeschlossen hatte, und sein älterer Bruder Pema Jigme, der einen Abschluss an der Südwestchinesischen Technischen Universität gemacht hatte,ohne vorherige Absprache gemeinsame Ansichten gehabt und haben mit ihrer Exitenzgründung begonnen.

„In diesem Jahr hat gerade der 19. Parteitag stattgefunden. Staatspräsident Xi hat die präzise Armutsbekämpfung und die Wiederbelebungsstrategie des Landes vorgeschlagen. Dies hat mich sehr motiviert. Daher habe ich beschlossen, die Existenzgründung mit der Entwicklung der eigenen Heimat zu verbinden, um die Bevölkerung zu Wohlstand zu bringen“, sagte Luozhu Redeng aufgeregt.

Wegen der die Existenzgründung haben die Brüder mehrfach Brainstorming betrieben. Dann haben sie sich entschlossen, die gute Umwelt und die klimatischen Vorteile Qamdos zu nutzen und eine Lebensmittelproduktionskette aufzubauen, um einzigartige Hochplateaulebensmittel wie Mungbohnen des Hochplateaus, Pepinos des Hochplateaus, Hochplateau-Imbiss (Schnell-Tsampa), Hochlandgerste-Popcorn, etc. herzustellen. All dies wird in dem Modell „Genossenschaft plus Bauern plus Lebensmittelfirma“ betrieben.

Nach intensiven Vorbereitungen wurde die Nomadengenossenschaft Anuocang in der zweiten Hälfte des Jahres 2017 eröffnet.

Um ihre Vertriebskanäle zu erweitern, arbeitet die Genossenschaft daran, eine Marke, die grün, sicher und hoch qualitativ ist, aufzubauen. Überdies verbessern sie ihre Techniken kontinuierlich, so dass sie sich schneller entwickeln können.

Seit der Gründung betrachtet die Genossenschaft die Armutsbekämpfung als eigene Aufgabe und wird von den Parteikomitees sowie Regierungen unterschiedlicher Ebenen besonders unterstützt und anerkannt. Bis jetzt hat das Unternehmen insgesamt 1,6 Millionen Yuan investiert und Werke sowie Büros auf einer Fläche von 600 Quadratmetern gebaut. Ferner bauen sie schwarze Hochlandgerste auf 532 Mu an und pflegen Treibhäuser auf 6 Mu Fläche. Ihre Anstrengungen haben bereits 84 Haushalte mit insgesamt 437 Personen von der Armut befreit. Jeder Haushalt verfügt nun jedes Jahr über 5000 Yuan mehr Einkommen.

„IVor einigen Jahren ist mein Mann gestorben. Ich muss mich alleine um drei Kinder kümmern. Hinzu kommt, dass ich kränklich bin. Daher führte ich ein schweres Leben. Nun gehöre ich zu den Bauern der Genossenschaft Anuocang und baue speziell schwarze Hochlandgerste an. Für jedes Pfund  Gerste bekomme ich 20 Yuan mehr als früher und verdiene somit über das ganzen Jahr gesehen  6000 Yuan mehr.“ Dadurch hat die 45-jährige Tashi Drolma wieder neue Hoffnung in ihrem Leben bekommen.

Quelle: Tageszeitung Tibet

(Redakteur: Daniel Yang)

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