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Förster Qechogyal schützt seit 26 Jahren Wildtiere und Wälder

Datum: 15.07.2019, 09:35 Quelle: China Tibet Online

Im Juli erlebt Qinghai die beste Jahreszeit im Jahr. Die Pflanzen gedeihen im Hebei-Forstbetrieb im Kreis Tongde des Autonomen Bezirks Hainan der Tibeter der Provinz Qinghai üppig und die Luft ist erfrischend.

Der 44 Jahre alte Qechogyal ist Einheimischer der Gemeinde Hebei im Kreis Tongde. Seit 1993 ist er als Förster im Hebei-Forstbetrieb tätig. 26 Jahre hat er Wildtiere und Wälder geschützt, und ist nun der Vize-Direktor des Hebei-Forstbetriebs. Er hat die mehrmaligen Veränderungen des Forstbetriebs erlebt und auch den Prozess bestätigt, dass sich der Forstbetrieb zu einem wichtigen Ort des ökologischen Schutzes entwickelt hat.

Einmal hat Qechogyal bei der Überprüfung der ein- und ausfahrenden Autos entdeckt, dass es in einem Traktor Kneifzange, Jagdmesser und mehrere Tierhäute gab. Durch seine mehrjährige Erfahrung stellte er fest, dass es sich um eine Gruppe von Wilderern handelt. Er konfiszierte die Werkzeuge und Tierhäute und ließ sie eine Strafe zahlen. Weil die Wilderei herauskam, übte die Gruppe Rache aus. In der Nacht gingen sie ins Haus von Qechogyal und schlugen ihn, bis er ins Koma fiel. „Am frühen nächsten Morgen entdeckte ein vorbeigehender Dorfeinwohner mich im Graben.“

Danach war seine Familie entschieden dagegen, dass er weiter im Forstbetrieb arbeitet. „Es gibt im Forstbetrieb viele Wildtiere. Sie brauchen Menschen, die sie schützen. Ich mag meine Arbeit sehr und hoffe, mit meinen schwachen Kräften einen kleinen Beitrag zum Schutz der Wildtiere und der ökologischen Umwelt zu leisten“, sagt Qechogyal.

„Früher dauerte eine Streife mehr als 20 Tage. Man musste ausreichend Proviant mitbringen und Schneewasser trinken, wenn man durstig war. Heute entwickelt sich das Internet, und der Verkehr ist praktisch. Die Bedingungen für die Försterarbeit sind viel besser“, so Qechogyal. Es gebe mehr Förster, die für verschiedene Regionen zuständig sind. Man tausche Informationen per WeChat-Gruppe rechtzeitig aus, wodurch sich die Arbeitseffizienz stark erhöht. Im vergangenen Jahr seien sechs Videoüberwachungsstationen eingerichtet worden, was zur stärkeren technischen Kontrolle führt. Trotzdem machten die Förster jeden Monat noch mehr als 20 Streifen. Fast jeden Tag besichtigten sie die Regionen, für die sie zuständig sind.

Der Hebei-Forstbetrieb wurde in den 1960er Jahren gegründet. Seit 1998 wurde eine Reihe von wichtigen Bauprojekten für den Forst-Ökoschutz wie das Schutzprojekt der natürlichen Wälder und das Projekt des Wechsels von Acker zum Wald durchgeführt. Im Forstbetrieb sind 15 Hektar aufgeforstet, 8200 Hektar Bergfläche zur Waldpflege abgesperrt und Gras auf 2000 Hektar kahlen Bergen gepflanzt worden. Der Waldanteil ist von 8,5 Prozent in den 1980er Jahren auf 9,8 Prozent gestiegen.

(Redakteur: Daniel Yang)

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