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Luxemburgischer Experte Albert Ettinger: Öffnung Tibets bringt kulturelle Prosperität

Datum: 23.07.2019, 09:00 Quelle: China Tibet Online

Am Vormittag des 14. Juni hat der 67-jährigebekannter Tibetologe und Experte Albert Ettinger aus Luxemburg, das Tibet wie er es kennt, mit nahezu 160 weiteren bekannten Forschern und anwesenden Gästen geteilt.

Die Bindung Ettingers zu Tibet begann während des Fackellaufes bei der Sommerolympiade 2008 in Beijing. Der Überfall der sogenannten „Organisation zur Tibet-Befreiung“ auf die Fackel machte ihn wütend. Danach ist in ihm die Idee aufgestiegen, das wahre Tibet zu untersuchen.

Nachdem er viele Bücher, Akten und Literatur über Tibet im Westen recherchiert hatte,  veröffentlichte er 2014 zwei eigene Forschungswerke, „Freies Tibet?: Staat, Gesellschaft und Ideologie im real existierenden Lamaismus“ und „Kampf um Tibet: Geschichte, Hintergründe und Perspektiven eines internationalen Konflikts“. In den Werken geht es um das wahre Bild des alten Tibets unter der feudalen Leibeigenschaft. Beide Werke sind auf Englisch, Deutsch und Italienisch erschienen.

Ettinger sagte, dass die Menschen im Westen seit langer Zeit Tibet als reines Land betrachten und glauben, dass das Gebiet keinerlei Einflüsse von der Außenwelt unterliegen würde. Jedoch stimmt diese Meinung nicht ganz. Indem er die historischen Adern Tibets zusammengefasst und aufbereitet hatte, konnte er nachweisen, dass Tibet hinsichtlich der Einflüsse der Außenwelt nicht isoliert ist.

Gleichzeitig hat er aufgezeigt, dass in Tibet einst eine feudale Gesellschaft herrschte. In der Mitte des 20. Jahrhunderts war Tibet nach wie vor eine sehr rückständige Region, in der es keine moderne Wirtschaft, keine Industrie, keine modernen Schulen, Mediziner und Krankenhäuser sowie keine Autobahnen, Eisenbahnen und Flughäfen gab. Eine große Anzahl der Tibeter hat keine traditionelle Schulbildung erfahren und sie haben keine Idee darüber was es außerhalb Tibets gibt.

“Die friedliche Befreiung Tibets führte zur Öffnung Tibets“, sagte Ettinger. In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts hat die chinesische Volksbefreiungsarmee die erste Straße, die Tibet mit den Nachbarregionen Chinas verband, gebaut. Durch die neu gegründeten Schulen und die Aktivitäten der patriotischen Frauenorganisationen sowie Jugendorganisationen sind neue Gedanken und Meinung nach Tibet gelangt.

Ettinger meint, dass die demokratische Reform Tibets der Bevölkerung Tibets neue Chancen gebracht hat. In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts hat die Politik der Öffnung nach außen ebenfalls die wirtschaftliche Modernisierung und die gesamte Entwicklung Tibets vorangetrieben.“

Er hat speziell erwähnt, dass die tibetische Sprache neue Vitalität bekommen hat. Tibetische Schriftsteller schreiben auf Tibetisch und Chinesisch. Viele tibetische Bücher wurden ins Chinesische übersetzt und veröffentlicht. Jetzt gibt es weitaus mehr Tibeter, die lesen und schreiben können, als früher.

Er meinte zugleich: „Manche Westler behaupten ein Kulturmassaker in Tibet und das stimmt gar nicht.“ In Lhasa gibt es moderne Hochschulen und das kulturelle Erbe sowie die kulturellen Schätze Tibets stehen unter gutem Schutz.

„Der Potala-Palast, der Jokhang-Tempel, der Norbu-Lingka-Park und die Barkhor-Straße wurden in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Überdies wurde das Samye-Kloster restauriert. Die Bauten in Tibet haben sowohl traditionelle Elemente als auch tibetische Besonderheiten. Junge Tibeter lernen traditionelle Künste wie Thangka. Zugleich entwickeln sich auch neue Kulturformen sehr schnell und werden auch von der internationalen Kultur beeinflusst und inspiriert. Viele Drehbuchautoren und Regisseure aus Tibet haben ebenfalls angefangen, Filme mit Tibet-Themen zu drehen und mit tibetischen Schauerspielern Tibet zu präsentieren.“

Am Ende sagte Ettinger: „Zweifelsohne hat Tibet binnen kurzer Zeit riesige Errungenschaften in der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen Entwicklung erzielt. Dies liefert Vorbilder für andere Regionen der Welt.“ Er meint, dass er, solange seine Energie es ihm zulässt, weiter zum Thema Tibet forschen und sich für das wahre Tibet engagieren werde.

(Redakteur: Daniel Yang)

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