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Befreiter Awang des Dorfes Chide im Kreis Burang „Vom glücklichen Leben habe ich noch nicht genug“

Datum: 02.08.2019, 10:36 Quelle: China Tibet Online

Das Bild zeigt den Senior Awang und seine Tochter Tsiwang Sangmu vor dem neuen Haus im wohlhabenden Dorf an der Grenze. In das Haus werden sie bald einziehen.

Awang ist männlich und wurde im Jahr 1945 geboren. Er kommt aus dem Dorf Chide der Großgemeinde Pulan im Kreis Pulan.

Das Zuhause des Seniors Awang befindet sich am furchtbarsten und größten Hochlandgerstenfeld des Dorfes Chide der Großgemeinde Pulan im Kreis Pulan. Es war Hochsommer. Die Hochlandgerste gedieh und wuchs sehr gut.

„Vor der demokratischen Reform waren alle Mitglieder meiner Familie Leibeigene. Meine Eltern haben für die drei Gutsherren wie die Tiere gearbeitet. Überdies haben sie 10 Kinder großgezogen. Das Leben war äußerst schwer“, sagte Awang nach seinen Erinnerungen.

Damals wohnte die 12-köpfige Familie Awangs in den Grotten am Fuße des Berges Xianbosi. Zwei bis drei Menschen wohnten gemeinsam in einer Grotte. In der Grotte war es finster und es gab kein Bett. Es gab nur etwas Stroh auf dem Boden, auf dem man irgendwie schlafen konnte. Seine Eltern mussten allerlei Arbeit wie das Bestellen der Felder, das Mahlen des Mehles, usw. für die Gutsherren verrichten. Jedoch bekamen sie keinen Cent als Einkommen. Sie bekamen nur das roheste Tsampa, mit dem sie halbwegs satt wurden.

„Am anstrengendsten war das Wasserholen. Wir musste Wasser vom Fluss auf die Spitze des Xianbolin-Berges, der Hunderte von Metern über dem Meeresspiegel liegt, tragen. Das Wasser war für die Gutsherren. Ein Gang dauerte über eine Stunde. Jedes Mal konnten seine Eltern den Rücke nicht mehr geradebiegen und mussten auf dem Boden nach Luft schnappen.“ Awang war immer noch etwas traurig, als er davon berichtete.

Da Awang noch sehr jung war, haben ihm die Gutsherren relativ leichte Aufgaben zugewiesen. Vor allem musste er Rinder oder Pferde hüten. Manchmal, wenn die Gutsherren in guter Laune waren, konnte er nicht nur Tsampa essen, sondern auch eine Tasse Tee trinken. Das war für Awang das größte Geschenk. Darüber konnte er sich den ganzen Tag lang freuen.

„Nach der demokratischen Reform habe ich drei Mu Felder beommen. Zusammen mit zwei Brüdern habe ich auch ein Rind bekommen“, sagte Awang mit einem Lächeln. „An diesem Tag habe ich meine Felder mehrfach umrundet und dachte, dass ich keinen Hunger mehr haben würde, wenn ich dort viel Hochlandgerste anbauen würde.“

Seine anderen 9 Brüder sind, bis auf einen der ebenfalls wie er in der Heimat geblieben ist, allesamt aus Pulan hinaus in die weite Welt gegangen.

Die Zeit vergeht schnell. Der mittlerweile alte Awang lebt zusammen mit der Familie seiner Tochter Tsiwang Sangmu. Jedes Jahr bezieht er staatliche Zuschüsse in Höhe von über 10.000 Yuan. Er macht sich keine Sorgen um die Kleidung und die Verpflegung und kann seinen Lebensabend genießen. Mit dem Aufbau des wohlhabenden Dorfes an der Grenze im Kreis Pulan hat seine Familie ein 2-stöckiges Haus mit einer Heizunggebaut. Dieses Jahr können sie endlich einziehen.

„Meine Heimat ähnelt dem Pulang und ändert sich jeden Tag. Die Anzahl der Haushalte in meinem Dorf Chide ist von früher 9 Haushalte auf über 50 Haushalte heute angestiegen.“ Awang sagte nachdenklich: „Mein größter Wunsch ist, noch einige Jahre länger zu leben und unser neues Haus zu genießen. Von einem solch glücklichen Leben habe ich noch lange nicht genug!“

Quelle: Chinatibetnews.cn

Redakteur: Krystal Zhang

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