Thema:

Binnen 17 Jahre hat er beim Thangka-Malen 20.000 Pinsel „kaputtgemalt“

Datum: 05.08.2019, 09:09 Quelle: China Tibet Online

Der Kreis Xiangcheng im Bezirk Garze der Provinz Sichuan wird während des Julis als das schönste Shambala bezeichnet. Am Morgen sind die Berge um die Kreisstadt von Nebel umgeben und es wirkt wie in einem Paradies. Der dieses Jahr 31-jährige Maler hat es am liebsten, seine Schüler in die Berge zu führen, um Materialien zu sammeln und nach Inspiration zu suchen.

Zhuozhuo ist ein sehr bekannter Maler seines Ortes. Er hat mit 14 Jahren angefangen, Nachmalen, Linienziehen und Kolorieren zu lernen. Drei Jahre später hat er seine Lehre abgeschlossen und malte bereits eigenständig. Innerhalb von 17 Jahren hat er Wandmalerei mit einer Gesamtfläche von über 3000 Quadratmetern und Hunderte von Thangka-Werken geschaffen. Dabei hat er über 20.000 Pinsel kaputtgemalt. Letztes Jahr wurde er für sein Werk „Bindung an die südliche Seidenstraße - Tibeter und Han-Chinesen sind eine Familie“ mit dem Shanhua-Preis, dem höchsten Preis der Kunstszene, des Jahres ausgezeichnet. Dieses Jahr wird das große Thangka-Werk zum Thema „Die neue Seidenstraße und Harmonie zwischen Tibetern und Han-Chinesen“schon bald abgeschlossen.

Das traditionelle Thangka ist eine einzigartige Form der Malerei aus  der tibetischen Kultur. Es bedarf der Schritte wie des Mullverbindens, des Schleifens, der Positionierung, der Zeichung, der Kolorierung, der ersten Färbung, der Linienziehung, der Ziehung goldener Fäden, usw.. Natürliche Farben garantieren, dass die Werke auch nach Hunderten von Jahren nach wie vor bunt bleiben. In seinem Atelier gibt es hunderte Schüsseln mit verschiedenen, mineralischen Farben. „Zum Färben werden mineralische, gemahlene Farben genutzt, was seit tausend Jahren gepflegt wird.“ Um dafür zu sorgen, dass die Farben gleichmäßiger werden, hat Zhuozhuo mit seiner eigenen Methode eine spezielle Farbenmischmaschine gebaut.

Zhuozhuo hat vor der eigenen Haustür in der Kreisstadt ein eigenes Atelier eröffnet und vier Schüler aufgenommen. Im Alltag kommen oft Leute auf Grund seines Rufes her, um zuzusehen, wie er malt. Er erklärt und demonstriert seine Arbeit geduldig. „Ich bin zufrieden mit einem solchen Leben. Nicht nur kann ich Thangka weiterführen, sondern auch mehr Neuheiten auf das Thangka-Malen anwenden.“

Zhuozhuo (in der Mitte) schuf im Atelier zusammen mit Schülern ein großes Thangka-Werka zum Thema Heimat und tibetisches Dorf.

Zhuozhuo sammelt Materialien.

Schüler, die gekommen sind, informieren sich über die Thangka-Techniken.

Streng nach der traditionellen Methode gemahlene mineralische Farben.

Gemischte mineralische Farben können die Werke für ein Jahrhundert frisch halten.

Kaputtgemalte Pinsel.

Quelle: Tageszeitung von Sichuan

Redakteur: Krystal Zhang

MeistgelesenMehr>>

Geschichte TibetsMehr>>

W020190724570542865652.jpg W020190717488073669516.jpg W020190716354212142157.jpg
12345