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Arzt aus den 1960erfährt seine Frau nach Tibet: Poesie und Ferne tun einem nicht mehr leid

Datum: 20.08.2019, 09:05 Quelle: China Tibet Online

Eine Reise nach Tibet, um die Schönheit des von Schnee bedeckten Hochplateaus zu spüren, ist der Traum vieler Menschen. Neulich ist der Arzt Zhang Qichu, der in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts geboren wurde und aus dem Viertel Jiaojiang der Stadt Taizhou der Provinz Zhejiang stammt, zusammen mit seiner Ehefrau Chen Zhaoling mit dem Motorrad innerhalb von 11 Tagen über 4000 Kilometer gefahren. Auf diese Weise haben sie ihren Traum verwirklicht.

Im Juli dieses Jahres hat sich das Ehepaar Zhang sich ihre Motorradkleidung und Helme angezogen. Mit einem Motorrad Honda 500 und 3 Stücken Gepäck haben sie ihre Tibet-Reise gestartet.

Bei der Reise von Taizhou nach Lhasa fahren sie über Jiujiang der Provinz Jiangxi, Yueyang der Provinz Hunan, Qiangjiang der regierungsunmittelbaren Stadt Chongqing, Batang der Provinz Sichuan, usw. Das ist die geplante Route des Ehepaares für die Reise. „Eigentlich war diese Route sehr anstrengend“, sagte die Ehefrau Chen Zhaoling. „Jeden Morgen um 7:00 Uhr mussten wir mit der Fahrt beginnen. Da wir nach niedrigeren Gebieten zur Erholung suchen mussten, fuhren wir manchmal bis 8 oder 9 Uhr abends.“

“Manche fragten mich, warum ich ihn nicht davon abgehalten haben. Ich weiß jedoch, dass das sein Traum war.“ Zum Grund für die Entscheidung für die Route Sichuan-Tibet meinte Chen Zhaoling, dass sich ihr Ehemann oft im Fernsehen oder Internet die Motorradfahrten anderer Menschen angesehen habe. Überdies hat sie ihren Willen zu einem Versuchen ebenfalls ausgedrückt.

“Der Himmel und die weißen Wolken bilden meine Bindung an Tibet“, sagte Zhang Qichu dem Reporter. Er fahre im Alltag gerne mit dem Motorrad und habe eine besondere Vorliebe für Tibet.

Die Straße Sichuan-Tibet fängt im Osten in Chengdu an und verläuft bis nach Lhasa im Westen. Insgesamt hat sie eine Länge von über 2400 Kilometern. Der Abschnitt von Zogang nach Baoxi ist unumgänglich für eine Fahrt nach Tibet. Da es mehrere Tage in Folge geregnet hatte, haben sich Schlammlawinen und Erdrutsche ereignet und die Straße war matschig. Überall waren Löcher. Der Abschnitt besteht nur aus wenigen Kilometern, aber sie sind mehr als fünf Stunden gefahren. Chen Zhaoling sagte: „Viele Motorfahrer sind gestürzt, als sie diese Stelle passierten. Wir sind ebenfalls einige Male ausgerutscht, aber glücklicherweise haben sich alle gegenseitig geholfen.“

Bei dieser 11-tägigen Reise hat das Ehepaar in ihren Koffern Kleidung, Nahrungsmittel, Sauerstoff, Werkzeuge, Medikamente, usw. mitgenommen. Aus Gewohnheit durch ihren Berufhaben sie wie immer Medikamente für die Reise mitgenommen. Jedoch haben sie nicht damit gerechnet, dass sie den Modus „Heilen auf dem Weg“ gestartet haben.

Im Kreis Zogang der Provinz Sichuan hat das Ehepaar einen Motorrad-Reisenden aus Xi’an getroffen. Sie sind auf ihn aufmerksam geworden als sie sahen wie er mit einer schmerzhaften Miene an der Kreuzung eines Dorfes saß. „Wir haben sofort angehalten um nachzufragen. Danach haben wir erfahren, dass er eine Schienbein-Fraktur erlitten hatte.“ Zhang Qichu, der 30 Jahre lang als Arzt tätig gewesen war, hat sich sofort daran gemacht sein Bein zu untersuchen, und hat aus seinem Arzneikoffer Verbände herausgeholt, um sein Bein zu fixieren.

“Wir betreiben doch eine Praxis. Egal, wo wir waren, ist es für uns die Regel Patienten zu behandeln.“ Zhang Qichu meinte: „Wir haben nicht gedacht, dass wir unterwegs noch weitere Leuten helfen konnten. Es freut uns dass wir helfen konnten“ Über die ganze Reise hinweg betrachtet, hat das Ehepaar 4 bis 5 Personen geholfen. Dabei ging es um Höhenkrankheiten, Frakturen, Zahnschmerzen, Nasenbluten, usw.“

“Wenn man wirklich loslegt, lernt man die Strapazen, Schwierigkeiten und Vorfälle kennen. Aber wenn man schon mal hier ist, muss man auch durchhalten. Das ist von der eigenen Ausdauer und vom starken Willen abhängig.“ Heute ist sein Traum, den er schon über zehn Jahre gehabt hatte, endlich in Erfüllung gegangen. Darauf war Zhang Qichu sehr stolz. Er meinte: „In Zukunft will er jedes Jahr zwei Reisen einrichten, um die Welt zu sehen und die noch unerfüllten Träume zu verwirklichen.“

(Redakteur: Daniel Yang)

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