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Nangsan von gestern und Vorbild von später

Datum: 13.08.2019, 15:06 Quelle: China Tibet Online

Vor der demokratischen Reform in Tibet gab es eine Gruppe von Leibeigenen mit der Bezeichnung „Nangsan“. „Nangsan“ bedeutet im Tibetischen „zu Hause Ernährte“ und im Grunde genommen waren sie „Haussklaven“. Sie hatten keinerlei Produktionsmittel oder Menschenrechte. Überdies wurden sie als „sprechendes Vieh“ bezeichnet. Nach der Reform haben die Nangsans Ländereien, Häuser und Vieh bekommen und wurden selbstzu Herren.

Das Bild zeigt die erste Gruppe der gegenseitigen Hilfe der Landwirtschaft, die von befreiten Leibeigenen organisiert worden ist - die Gruppe der gegenseitigen Hilfe Nangsan.

1961 haben die Bauern in Tibet zur Förderung der landwirtschaftlichen Arbeit Gruppen der gegenseitigen Hilfe organisiert. Jedoch wurden die 11 Haushalte der Nangsans im Dorf Sanggar des Kreises Nedong der Stadt Chamdo im Autonomen Gebiet Tibet der Tibeter von den Gruppen ausgeschlossen. Warum wollte sie keiner? Das liegt daran, dass Nangsans die Haussklaven von Wenxi (heißt auch Xika und dies bedeutet Bauernhof) waren. Sie haben als Diener oder Pferdeknechte gearbeitet. Dabei haben sie Rinder oder Schafe behütet, Stoffe oder Garn gewoben, saubergemacht, Wäsche gewaschen, etc. Während der landwirtschaftlichen Hochsaison mussten sie noch bei der schweren Feldarbeit mitarbeiten, aber sie kannte sich nicht mit den landwirtschaftlichen Techniken aus. Nach der Reform haben sie zwar Land zugeteilt bekommen, führten aber nach wie vor ein armes Leben. Nicht nur mangelte es ihnen an Techniken, sondern auch an Rindern und landwirtschaftlichen Werkzeugen. Überdies hatten sie kein Saatgut und konnten sich nicht versorgen. Da viele nicht belastet werden wollten, wollten sie nicht mit den Nangsans eine Gruppen bilden.

Da sagte Tsering Lhamo zu den anderen: „Es macht nichts, wenn uns andere nicht wollten, aber wir selbst dürfen nicht aufgeben. Wenn wir von anderen lernen und keine Anstrengungen scheuen, wird unser Leben garantiert besser!“

Unter der Führung und der Ermutigung Tsering Lhamos wurde im Dorf Sanggar die erste Gruppe der gegenseitigen Hilfe der Nangsans gegründet. Sie haben die Agrartechniken sorgfältig gelernt und sie sich gut angeeignet. Nach dreijährigen Anstrengungen haben diese Nangsans endlich gute Erträge bei der Land- und Viehwirtschaft erzielt und mit ihren eigenen Kräften haben sie sich von der Armut befreit. Dadurch haben sie genug Kleidung und Getreide erwirtschaftet. Später wurde diese Gruppe als ausgezeichnete Gemeinschaft des Autonomen Gebiets Tibet ausgezeichnet und als gutes Vorbild der Millionen befreiten Leibeigenen gelobt; die starke, optimistische Frau Tsering Lhamo wurde als nationales Arbeitsvorbild gekürt.

Quelle: Tibet.cn

Redakteur: Krystal Zhang

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