Thema:

Qinghai: Die Hoffnung dass Yak-Eis die Menschen von Armut befreit

Datum: 21.08.2019, 08:41 Quelle: China Tibet Online

“Nachdem wir nun einige Monate vorbereitet haben, wird unser Produktionszentrum, dessen Hauptprodukte Yak-Eis ist, bald den Betrieb aufnehmen. Wenn ich so die dort lebenden Nomaden zu Wohlstand bringen kann, geht mein Wunsch in Erfüllung“, sagte Angxiu Dorje, erster Sekretär des Dorfes Yinkehe in der Gemeinde Xueshan am Fuße des von Schnee bedeckten Gebirges Anyemaqen, erfreut dem Reporter.

Die Gemeinde Xuesha befindet sich in der Mitte des Kreises Machen des Autonomen Bezirks Golog der Tibeter der Provinz Qinghai. Die Gemeinde liegt im Schnitt 4200 Meter über dem Meeresspiegel. Die ganze Gemeinde hat 594 Nomadenhaushalte mit insgesamt 2029 Bewohnern. Darunter haben 69 Haushalte samt 193 Personen Armutsakten. Desweiteren gibt es noch 15 äußerst arme Menschen.

“Da die Gemeinde Xueshan eine rein nomadische Gemeinde hat, hat man nach einer Analyse festgestellt, dass es der Gemeinde nicht nur an Techniken, sondern auch an Arbeitskräften mangelt“, sagte Danzhen Tsering, Bürgermeister der Gemeinde Xueshan.

Deswegen wurde  Angxiu Dorje, heute Direktor der Abteilung Kultur, Sport und Tourismus des Autonomen Bezirks Golog der Tibeter, im März 2018 zum Dorf Yinkehe der Gemeinde Xueshan als erster Sekretär entsandt. „Ich kann mich daran erinnern, dass die Infrastruktur des Dorfes kurz nach meiner Ankunft noch sehr unvollständig war. Die dortigen Nomaden hatten außer der Öko-Entschädigung des Staates und dem Ausgraben Chinesischer Raupenpilze keine andere Einkommensquelle zur Selbstversorgung.“ Angxiu Dorje sagte, dass das Amt Kultur, Sport und Tourismus des Bezirks Golog nach und nach 160.000 Yuan (rund 20.464 Euro) investierte, um die Armutsbekämpfung in den Bereichen Kulturbranche, Infrastruktur, usw. voranzutreiben. Das hat nicht nur das Erscheinungsbild des Dorfes gewaltig verändert, sondern auch zwei Öko-Nomadengenossenschaften hervorgebracht, die  der Gemeinde Xueshan gegründet wurden. Des Weiteren wurde ein Molkerei-Produktionszentrum, dessen Hauptprodukt Yak-Eis ist, aufgebaut.

Es heißt, dass das Zentrum auf dem Gebiet von zwei Dörfern der Gemeinde Xueshan im Kreis Machen errichtet wurde. Insgesamt nehme es eine Fläche von 6 Mu (0,4 Hektar) ein. Mithilfe der zwei Öko-Nomadengenossenschaften der Gemeinde Xueshan würden jeden Tag planmäßig 1000 Stücke Eis hergestellt.

“Nachdem das Projekt den Betrieb aufgenommen hat, können die Öko-Genossenschaften dem Zentrum jeden Tag an die 500 Liter frische Milch liefern. Wenn jeder Liter 8 Yuan (etwa 1,02 Euro) kostet, können die Öko-Genossenschaften jeden Monat ein Einkommen von 8000 Yuan (rund 1023 Euro)erwirtschaften. Da jeder Liter Milch rund 3 Stücke Eis erzeugen kann, kann man jeden Tag 1000 Stücke Eis auf den Markt bringen. Dann kann das Produktionszentrum jeden Tag ein Einkommen von 1000 Yuan (etwa 128 Euro) erwirtschaften“, sagte Angxiu Dorje.

Der dieses Jahr 28-jährige Xieji ist ein äußerst armer Einwohner. Da seine Familie keine Wiesen besitzt, kann er nur zusammen mit seiner Mutter von den Yaks leben. „Es ist eine Ehre, dass das Produktionszentrum mich als Techniker eingestellt hat. Zwar weiß ich nichts davon, aber das Zentrum bietet uns kostenlose Schulungen, bevor ich die Arbeit antrete. Nachdem das Zentrum den Betrieb offiziell den Betrieb aufgenommen hat, haben wir ein festes Einkommen. So kann ich auch einen Beitrag in meiner Familie leisten“, sagte Xieji.

Angxiu Dorje meinte, dass sie neben der Eisherstellung auch andere nomadische Produkte einschließlich Butter, Joghurt, Milchbonbons, etc. entwickeln würden, um weitere nomadische Produkte, die auf der Yakmilch basierten, zu erschaffen.

(Redakteur: Daniel Yang)

MeistgelesenMehr>>

Geschichte TibetsMehr>>

W020190708547397830005.jpg 103417870.jpg U020190815376653864176.jpg W020190807329771807870.jpg
12345