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Wang Shunyou: Ein treuer Zusteller auf der „Pferde-Poststraße“

Datum: 04.11.2019, 09:31 Quelle: China Tibet Online

Wang Shunyou war früher Zusteller beim Postamt des Autonomen Kreises Muli der Tibeter im Autonomen Bezirk Liangshan der Yi der Provinz Sichuan, und als solcher für den Brieftransport zu den Gemeinden entlang der „Pferde-Poststraße“ zuständig. Obwohl er nun nicht mehr zu Pferd die Briefe überliefert, denkt er immer noch an die Landsleute dort und an die frühere „Pferde-Poststraße“.

„Die Straßen haben sich bis zur Gemeinde Sakayag im Kreis Muli erstreckt. Immer wenn ich Briefe transportierte, übernachtete ich bei der Rückkehr im Dorf Jimaodian. Vor kurzem habe ich das Dorf nochmal besucht. Die früheren Holzhäuser wurden zu Backsteingebäuden gewandelt. Das Leben wird immer besser. Diese Veränderung findet nicht nur in der Gemeinde Sakayag, sondern auch in jedem Dorf im Kreis Muli statt“, so Wang.

Früher sagte Wang: „Die Landsleute brauchen mich und ich kann ihnen auch nicht von der Seite gehen.“ Wegen dieser Einstellung, sich dem Volk zu widmen, ist er unentwegt unter schlechten natürlichen Umwelt- und schwierigen Arbeitsbedingungen verschiedene Schwierigkeiten, die andere Menschen sich kaum vorstellen können, angegangen, ohne Gewinne und Verluste zu berücksichtigen. Eine Person, ein Pferd und eine Straße. Die Fahrten waren insgesamt mehr als 260.000 Kilometer lang. Er hat die Politik der Kommunistischen Partei Chinas in Millionen Haushalte überliefert und einen Kanal gebaut, durch den die Bevölkerung in den tibetischen Regionen Kontakt mit der Außenwelt aufnimmt.

Im Jahr 1984 übernahm der 19-jährige Wang Shunyou die Arbeit seines Vaters und war als Zusteller des Postamtes des Kreises Muli tätig. Er war für die Poststraße zu den Gemeinden Baidiao, Sakayag, Luobo und Kala zuständig. Wang hat keinen Dienst verpasst und keinen Brief verloren. Die Genauigkeitsrate seiner Überlieferung betrug 100 Prozent.

Nachdem Wangs Geschichte umfassend verbreitet wurde, fand sie im ganzen Land und sogar weltweit ein großes Echo. Am 19. Oktober 2005 redete Wang auf dem vom Weltpostverein in der Schweiz veranstalteten Forum des Administrationsrates und erzählte den Postvertretern aus verschiedenen Ländern seine eigenen Berufserlebnisse. Er ist der erste normale Zusteller, den der Weltpostverein seit seiner Gründung zum Vortrag eingeladen hat, und ein Symbol dafür, dass die weltweiten Postmitarbeiter ihre allgemeinen Dienstleistungspflichten treu erfüllen.

Seit 2017 erstrecken sich die Straßen bis zur Gemeinde Sakayag. Wangs Wunsch ist realisiert worden. Allerdings ist die „Pferde-Poststraße“ verschwunden und von den Straßen ersetzt worden. „Die Heimat hat neue Entwicklungen und neue Veränderungen durchgemacht. Es gibt Straßen. Unsere Zusteller können mit dem Motorrad die Briefe überliefern. Das Leben wird besser. Alle benutzen Internet und Handy. Aber ich weiß, dass im ganzen Land viele Zusteller in den Gemeinden noch auf dem Weg gehen und dem Volk dienen“, so Wang weiter.

Quelle: Economic Daily

(Redakteur: Daniel Yang)

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