Thema:

Die Yaks im tibetischen Damxung haben „Ausweise“

Datum: 27.11.2019, 09:13 Quelle: China Tibet Online

Damxung bedeutet in der tibetischen Sprache „vom Himmel ausgewählte Weide“. Mit breiten Steppen und reichlichem Futter ist hier das Paradies der Yaks. Allerdings war die Viehzuchtweise extensiv. Die Viehhirten wollten wenige Yaks töten und verkaufen. Die Industrieketten entwickelten sich rückständig. Dies führte dazu, dass die lokalen Haushalte nur Eigentum, aber kein Geld hatten.

2015 erließ der Kreis Damxung eine „Ausweispflicht“ für die Yaks. Durch das digitale Kennzeichen (Chip) werden das Wachstum und die Gesundheit der Yaks aufgezeichnet, wodurch die Yak-Zucht wissenschaftlich und institutionalisiert geworden ist. Zugleich ist ein System zur Suche nach dem Ursprung des Fleisches der Yaks mit „Ausweis“ des Kreises Damxung eingerichtet worden.

Das Sicherheitssystem zur Suche nach dem Ursprung der land- und viehwirtschaftlichen Produkte kann den Konsumenten dabei helfen, den Ursprung der Produkte zu finden und die betreffenden Informationen für die Qualität der Produkte zu überprüfen. Es handelt sich um eine neue Maßnahme zum Schutz der Lebensmittelsicherheit der Konsumenten.

Das System zur Suche nach dem Ursprung des Yakfleisches hat die Aufzeichnung der Informationen während der Yakzucht vervollkommnet. Die Inbetriebnahme der wissenschaftlichen Weiden hat die Qualität der Yaks weiter erhöht.

2017 wurde die Weide auf sauberem Boden offiziell im Dorf Guoqing in der Gemeinde Longren des Kreises Damxung eingerichtet. Das künstlich angebaute frische Gras kann in sieben Tagen fertig gedeihen. Mit einer Tonne Saat können zehn Tonnen frisches Gras produziert werden. Dies hat die Knappheit des frischen Grases im Winter in den Viehzuchtgebieten gelöst. Das natürliche feine Futter befriedigt die Nahrungsbedürfnisse der Yaks. Früher konnten die Yaks sich nur satt essen, aber nun können sie gut essen. Die Tierärzte beobachten während des gesamten Prozesses die Yaks, um Krankheiten rechtzeitig vorzubeugen und zu entdecken, wodurch das gesunde Wachstum der Yaks gewährleistet wird.

„Durch wissenschaftliches Mästen ist das Problem der Abnahme der Yaks im Winter gelöst worden. Jeder Yak kann noch um zirka 40 Kilogramm zunehmen. Die Dauer des Wachstums ist auch um zwei bis drei Jahre gesunken. Zugleich wird das Fleisch knuspriger.“ Der Geschäftsführer der Weide auf sauberem Boden, Ngawang Tobgye, sagt: „Andererseits kommt die Zuchtweise mit der Kombination von Stallfütterung und Halbstallfütterung dem ökologischen Schutz der Weiden zugute. Eine Balance von Graswachstum und Viehzucht kann auch gewährleistet werden.“

Die durch wissenschaftliche Viehzucht erlangte Modellinnovation hat den lokalen Viehhirten auch Kanäle für das Reichwerden eröffnet. Das von der Weide auf sauberem Boden durchgeführte Modell „Yaks als Aktien, Umlauf der Weiden und Beteiligung der Viehhirten“ hat sowohl die Yakquelle gelöst als auch den Viehhirten Gewinne gebracht. Zwei Vorteile sind auf einmal erzielt worden.

Im August dieses Jahres stieg Tashi Tsedain mit mehr als 30 Yaks seiner Familie als Aktien ins Geschäft der Weide auf sauberem Boden ein. Dafür bekam er mehr als 300.000 Yuan und kann zugleich Ende des Jahres eine Gewinnbeteiligung von 36.000 Yuan erhalten. Außerdem arbeitet er auch auf der Weide und füttert beruflich die Yaks. Jeden Monat verdient er mindestens 3000 Yuan. Wenn die Arbeit gut gelaufen ist, bekommt er auch Prämien.

Tashi Tsedain sagt: „Früher hatte ich viele Yaks, aber jährlich konnten nur vier bis fünf gekauft werden. Das Einkommen betrug etwas über 40.000 Yuan. Das kann man gar nicht mit heute vergleichen. Selbst die Gewinnbeteiligung und die Löhne belaufen sich nun auf mehr als 70.000 Yuan.“

Mittlerweile wurden die Yaks von Damxung erfolgreich zum „Produkt- und Markenschutz mit geografischen Kennzeichen“ registriert. Die „SC“-Zertifizierung des Fleisches der Yaks mit „Ausweis“ wurde abgeschlossen. Mit der stetigen Vervollkommnung der Yak-Industrieketten kommen die Bestellblöcke einer nach dem anderen aus dem ganzen Land.

(Redakteur: Daniel Yang)

MeistgelesenMehr>>

Geschichte TibetsMehr>>

W020191009385838845412.jpg W020191104571001151422.jpg W020191029564389394171.png e3ad7fe695cc0753bc880eeff8d5dbf.jpg
12345