Thema:

Bericht zur Befreiung von Armut von Nomaden tibetischer Gebiete

Datum: 03.01.2020, 12:19 Quelle: China Tibet Online


Das Bild zeigt, wie Hua Jie gerade Teile von Motorrädern reparierte.

Neulich war es in der Gemeinde Xiadawu des Kreises Maqin im Autonomen Bezirk Golog der Tibeter in der Provinz Qinghai im Kerngebiet von Sanjiangyuan sonnig. Außerdem ist der Schnee langsam auf dem Boden geschmolzen.


Das Bild zeigt, wie Hua Jie gerade die Regale der Werkstatt der Motorräder sortierte.

„Es ist sonnig geworden und das Geschäft in der Werkstatt läuft wieder besser.“ Das sagte der Dorfbewohner Huajie aus dem Dorf Qingshui der Gemeinde Xiadawu dem Reporter, während er ein Motorrad reparierte.

Die Gemeinde Xiadawu befindet sich im Nordwesten des Kreises Maqin und am Fuße des von Schnee bedeckten Gebirges. Überdies liegt es 150 Kilometer vom Kreis Maqin entfernt. Dort sind die Berge hoch und die Täler tief. Überdies kreuzen sich Gräben. Des Weiteren sind die Verkehrsanbindungen sehr unpraktisch. In der Gemeinde überwiegt die tibetische Bevölkerung, die 99 % der gesamten Bevölkerung ausmacht.

Huajie ist ein Bewohner des Dorfes Qingshui der Gemeinde Dawu. 2015 wurde er als Einwohner mit Armutsakten des Dorfes festgelegt. „Damals musste meine Familie vom Viehumtreiben leben und wir konnten im Jahr nur 500 Yuan (rund 65 Euro) verdienen. Für meine 3-köpfige Familie war das Leben sehr hart. Unser Wohnraum war sehr eng und wir hatten zu Hause nur eine Fläche von 25 Quadratmetern. Essen, schlafen und leben mussten wir am selben Ort“, sagte Huajie dem Reporter anhand seiner Erinnerungen.

„Nachdem ich als Einwohner mit Armutsakten eingestuft worden war, haben mir die Funktionäre zur Armutsbekämpfung des Dorfes die Politik erklärt. Später haben die Funktionäre zur Armutsbekämpfung erfahren, dass ich Motorräder mag. Dann haben sie mich an einer kostenlosen Schulung zur Motorradreparatur teilnehmen lassen. Die Schulung wurde von der Regierung ausgerichtet“, sagte Huajie. „Nach der Schulung habe ich ein Darlehen in Höhe von 30.000 Yuan (rund 3869 Euro) aufgenommen. Hinzu kam der Kredit kleiner Summen in Höhe von 20.000 Yuan (etwa 2579 Euro) vom Fonds zur Armutsbekämpfung der Regierung. Damit konnte ich meine Motorradreparatur eröffnen.

„Neben der Werkstatt haben meine Frau und ich uns mit den eigenen Wiesen und Schafen sowie Rindern an der einheimischen Armutsbekämpfungsgenossenschaft und der ökologischen Viehwirtschaftsgenossenschaft beteiligt. Dadurch bekommen wir jedes Jahr eine Gewinnbeteiligung von mehr als 3000 Yuan (etwa 387 Euro).“ Huajie sagte dem Reporter, dass er ihre restlichen Wiesen den Rindern anderer Dorfbewohner zur Verfügung stellten und dadurch jährlich 10.000 Yuan (etwa 1290 Euro)erhielte.

Auf diese Art und Weise hat sich Huajie mit dem Einkommen der Werkstatt und der Gewinnbeteiligung der Genossenschaften 2017 reibungslos von Armut befreit. Des Weiteren hat er die Kredite komplett getilgt.

„Da ich Motorräder liebe, ist das Betreiben der Werkstatt nicht mühsam für mich. Täglich bin ich für die Reparatur von Motorrädern zuständig und meine Frau kassiert und hütet den Laden. Jeden Monat verdienen wir 3500 Yuan (etwa 452 Euro). Hinzu kommen die Gewinnbeteiligung und Subventionen. Dadurch haben wir ein Jahreseinkommen von nahezu 10.000 Yuan (ca. 1290 Euro)“, sagte Huajie erfreut. „Unser Problem mit der Unterkunft hat die Regierung ebenfalls gelöst. Unser Leben hat sich im Vergleich zu früher gewaltig verändert. Es gleich einer krassen Veränderung.“

Huajie sagte dem Reporter, dass sich ihr Leben seit einigen Jahren immer mehr verbessert. Überdies besteht sein größter Erfolg darin, dass sich seine Einstellung und sein Denken geändert haben. Früher habe er gewartet, sei auf andere angewiesen gewesen und habe Sachen von anderen gefordert. Nun könne er von sich selbst leben. Darüber freue er sich sehr.

Quelle: Chinanews.cn

Redakteur: Krystal Zhang

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