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Tenchibgya: Armutsbekämpfung auf dem tibetischen Hochland

Datum: 08.01.2020, 10:43 Quelle: China Tibet Online

Ein Foto von Tenchibgya vor seinem Tod bei der Arbeit.

„Die jungen Beamten sollen in der ersten Reihe stehen, ganz zu schweigen davon, dass ich hier aufgewachsen bin. Ich verstehe und liebe dieses Land.“ Es handelt sich um eins der seltenen „heroischen Worte“ von Tenchibgya vor seinem Tod.

Der im Jahr 1970 geborene Tenchibgya stammt aus dem Kreis Qumarlêb des Autonomen Bezirks Yushu der Tibeter der Provinz Qinghai. Auf dem Weg der Armutsbekämpfung im Quellgebiet des Gelben Flusses ist er am 3. Mai 2018 um 4 Uhr im Alter von 48 Jahren gestorben.

Tenchibgya war Vorsitzender und Mitglied der Parteizelle der Kommission der Viehhirten des Dorfes Geqian in der Gemeinde Yuegai. Planmäßig sollte eine Konferenz über die Verteilung der Gewinne der Industrien für die Armutsbekämpfung am 4. Mai 2018 im Dorf Geqian stattfinden. Über diese Nachricht sollte man rechtzeitig die Viehhirten informieren. Am 3. Mai um 20.30 Uhr hatte er auf der Straße zwischen der zweiten und der dritten Genossenschaft Geqian einen Verkehrsunfall. Er starb an den schweren Verletzungen im Dienst.

Das Dorf Geqian, in dem Tenchibgya arbeitete, war früher immer ein armes Dorf in der Gemeinde Yuegai. Unter Begleitung von Rindern und Schafen führten die Dorfeinwohner ein nomadisches Leben. Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen betrug weniger als 2000 Yuan. Die Lebensbedingungen waren schwierig. Die viehwirtschaftliche Produktionseffizienz war niedrig und die Fähigkeit der Vermeidung von Risiken schlecht.

Indem Pläne und Projekte für die Armutsbekämpfung systematisch ausgearbeitet wurden, kauften Tenchibgya und die anderen Mitglieder des Teams der Armutsbekämpfung mit dem Geld der Industrien der Armutsbekämpfung Rinder und Schafe für die Viehhirten und gründeten Genossenschaften, um Agrarprodukte fein zu verarbeiten. Eine komplexe Kette des Systems der Rind- und Schafindustrie bildete sich.

Um die Produkte absetzbar zu machen, hat Tenchibgya mithilfe des Teams der Armutsbekämpfung Online-Absatzkanäle eröffnet. Durch die Plattform WeChat wurden die Absatzprobleme der Produkte effektiv gelöst. Im Jahr 2017 hat das ganze Dorf Geqian die Armut überwunden.

Tenchibgya war Waise. Im Berufsleben widmete er sich den armen Familien in seinem Dorf, insbesondere den Familien mit Senioren und Schülern.

Während er Schüler und ihre Eltern überzeugte, wieder zur Schule zurückzukehren und die Schulpflicht zu erfüllen, hat er auch den Hilfsmechanismus für die Schüler in den Familien, die am Existenzminimum leben, und den ländlichen armen Familien, die die Schulgebühren nicht bezahlen können, eingerichtet und vervollkommnet. Dadurch ist das Problem der „Schulunterbrechung aus Armut“ gelöst worden.

Jeden Monat spendete Tenchibgya die Hälfte seines Gehaltes für die armen Familien in seinem Dorf, die wegen der Schulgebühren arm werden. Dank seiner Spenden in Dutzenden Jahren sind mehrere Schüler, die die Schule unterbrachen, wieder zum Unterricht zurückgekehrt.

(Redakteur: Daniel Yang)

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