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Qinghai: Freiwillige der Epidemie-Bekämpfung in den tibetischen Regionen richten für die Viehhirten ein „Schutznetz“ ein

Datum: 14.02.2020, 10:47 Quelle: China Tibet Online

„Liebe Organisation, ich bin Parteimitglied und war früher ein ausgezeichneter Arzt für Allgemeinmedizin. Ich will dem Befehl folgen, zur Front gehen und meine bescheidene Kraft einsetzen. Ich hoffe, dass die Organisation sorgfältig darüber nachdenkt. Ich bin jederzeit bereit.“ Dies ist die Bewerbung des Viehhirten Kaxue aus der Gemeinde Qingzhen im Kreis Gadê im Autonomen Bezirk Golog der Tibeter der Provinz Qinghai, die sich im Zentrum der Region Sanjiangyuan befindet.

Genau wie Kaxue haben 66 Freiwillige eine solche Bewerbung vorgelegt. „Die aus uns 66 Freiwilligen bestehende Dienstleistungsstation hat außerdem einen schönen Namen: ‚Grüne Weste‘. Es gibt Beamte auf Gemeindeebene, Parteimitglieder an der Basis und auch freiwillige Viehhirten“, so Kaxue.

Geldsammlung für die Epidemie-Bekämpfung

Am 2. Februar hat die Dienstleistungsstation „Grüne Weste“ am Eingang der Gemeindeverwaltung eine Spendenstätte eingerichtet und motivierte die Bevölkerung, per WeChat oder mit Bargeld aktiv zu spenden, um bei der Prävention und Kontrolle der Epidemie zu helfen.

Durch Spenden vor Ort und Überweisungen per WeChat wurden bisher mehr als 28.000 Yuan gesammelt. Das Geld wurde dem Wohltätigkeitsverband des Kreises Gadê überwiesen.

Fünf Kilo frische Milch für die „vertrautesten“ Menschen

Seit den vergangenen Tagen verbreiten die Freiwilligen jeden Tag Kenntnisse über die Epidemie-Bekämpfung, desinfizieren, registrieren, raten Reisenden zur Rückkehr, verteilen Materialien zur Vorbeugung der Epidemie und motivieren die Bevölkerung, die Umwelt zu regulieren. Aber niemand beschwert sich. Alle halten an den Arbeitsstellen fest.

Dies sieht der arme Jiere im Dorf Xiuma. Er bringt fünf Kilo frische Milch seiner eigenen Familie zu der Kontrollstation, damit die Freiwilligen heißen Milchtee trinken können.

„In den vergangenen Tagen habe ich im Dorf gesehen, dass die Freiwilligen Masken im Gesicht und Desinfektionsgeräte auf dem Rücken tragen, und Broschüren ins Dorf bringen, um Kenntnisse über den Schutz vor der Epidemie zu verbreiten. Manchmal transportieren sie mit dem eigenen Auto die Materialien. Es ist sehr anstrengend. Im Winter ist die Milch wertvoll. Deswegen habe ich ihnen das Wertvollste geschenkt. Während der Epidemie sind sie unsere vertrautesten Menschen“, so Jiere.

450 hart erkämpfte Masken

Zongzhi, ein Einwohner des Dorfes Zhigaer, ist Mitglied des Freiwilligenteams. Nach dem Ausbruch der Epidemie kaufte er selbst von seinem Cousin, der eine Apotheke betreibt, 450 medizinische Einwegmasken und schenkte diese der Dienstleistungsstation. Die Station sandte dann Mitarbeiter, damit die Masken an die Viehhirten, die sie brauchen, verteilt wurden.

„Die 19 Senioren im Altenheim der Gemeinde Shangxiang sind körperlich eingeschränkt, haben keine starken Abwehrkräfte und wenig Kenntnisse über die Prävention einer Ansteckung. Wir haben die von Zongzhi gekauften Masken zu den Senioren gebracht und ihnen erklärt, wie sie sich vor dem Virus schützen können. Dies hat sie beruhigt“, sagt der Zuständige der Dienstleistungsstation Eang.

Eang sagt, das diesjährige Frühlingsfest sei bestimmt kein gewöhnliches Fest. Vor der Epidemie seien die Freiwilligen an der Dienstleistungsstation „Grüne Weste“ in der Gemeinde Qingzhen in diesem kritischen Moment tapfer hervorgetreten und hätten ein „Sicherheitsnetz“ und eine „Schutzwand“ für die Viehhirten eingerichtet.


Die Freiwilligen der Dienstleistungsstation „Grüne Weste“ verteilen den Viehhirten Materialien.

Die Freiwilligen der Dienstleistungsstation „Grüne Weste“ organisieren Spenden für die Epidemie-Bekämpfung.

Quelle: chinanews.com

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