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Ein Dorf mit bescheidenem Wohlstand am Fluss Yarlung Zangbo: Reichtum durch Umzug

Datum: 13.04.2020, 10:24 Quelle: China Tibet Online

Im hellen Frühling berechnet der 35 Jahre alte Dorfeinwohner Tsewang Phuntsok sein Einkommen: Das Jahreseinkommen durch die Vermietung des Radladers beträgt 150.000 Yuan, die Subventionen und das Einkommen durch den Tourismus mehr als 50.000 Yuan. Das Familieneinkommen im vergangenen Jahr beläuft sich auf mehr als 200.000 Yuan. „Im Vergleich zum Leben in Mêdog ist es viel besser.“

Hier ist das Moinba-Dorf Xiga in der Gemeinde Qiangna im Kreis Mainling der tibetischen Stadt Nyingchi. Wegen der schlechten Wohnbedingungen sind 40 Familien mit über 140 Mitgliedern in der Gemeinde Gandeng des Kreises Mêdog im Juni 2003 dorthin umgezogen. Nach mehrjähriger Entwicklung ist es zu einem Dorf mit bescheidenem Wohlstand geworden, das weit und breit bekannt ist.

Das Haus des Dorfeinwohners Gongsang, ein kleines modern und gut ausgestattetes Gebäude mit einer Fläche von 200 Quadratmetern, ist im ethnischen Stil eingerichtet. In der Hochsaison des Tourismus kommen jeden Tag drei bis vier Gruppen Touristen zu Gast, um die Sitten und Gebräuche der Nationalität Moinba zu erleben.

Das Moinba-Dorf Xiga befindet sich an der Fernstraße 219. Man muss durch das Dorf, wenn man zum Landschaftsgebiet Yarlung-Zangbo-Schlucht fährt. Deswegen sind viele Dorfeinwohner in den Tourismus eingestiegen.

Ende 2018 gaben 25 tibetische Kreise (Bezirke) nach der Überprüfung und Bewertung offiziell bekannt, die Armut überwunden zu haben. Mainling ist einer davon. 29 arme Dorfeinwohner, einschließlich Gongsang, wurden in diesem Jahr aus der Armut geholt. 2019 lag das Pro-Kopf-Nettoeinkommen im ganzen Dorf bei mehr als 30.000 Yuan.

Dank der Politik für Armutsbekämpfung und Aufbau der Dörfer mit bescheidenem Wohlstand haben die Einwohner im ganzen Dorf die Häuser renoviert oder neu gebaut. Wasser wurde in die Haushalte gebracht, Menschen und Tiere wurden getrennt, und das Erscheinungsbild des Dorfes wurde verändert. „Mit einer schönen Umgebung und einem wohlhabenden Leben blicken wir immer zuversichtlicher in unsere Zukunft“, so Tsewang Phuntsok.

Das tibetische Mädchen Drolma lernte den schlichten und ehrlichen Moinba-Mann Gongsang kennen, als sie als Wanderarbeiterin in Nyingchi tätig war, heiratete ihn und lebt nun im Moinba-Dorf Xiga. Die Dorfeinwohner segneten das Paar auf ihre Weise. Alle kamen, um beim Bau des neuen Hauses zu helfen. Sie nahmen Drolma mit auf den Berg, um Matsutake und Heilkräuter zu sammeln. „Wir Hausfrauen suchen zusammen nach Tibetischen Raupenpilzen und Matsutake und helfen einander, die einheimischen Erzeugnisse an den Ständen zu verkaufen. Menschen im Dorf helfen sich gegenseitig und werden gemeinsam reich“, so die Dorfeinwohnerin Padma Tseje.

Die Bauern und Viehhirten im Moinba-Dorf Xiga haben sich mit eigener Kraft am Fluss Yarlung Zangbo niedergelassen. Durch den Umzug sind die früher armen Menschen reich geworden.

Quelle: xinhuanet.com

(Redakteur: Daniel Yang)

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