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Abodi: Die Eliminierung von Zoonosen ist ein lebenslanges Ziel

Datum: 27.04.2020, 14:30 Quelle: China Tibet Online

Als der Viehhirte des Dorfes Jiefang im Autonomen Bezirk Yushu der Tibeter der Provinz Qinghai, Samding Peje, gegen Abend die Yaks in den Stall zurückbrachte, warteten die Mitarbeiter der städtischen Veterinärstation für Tierhaltung und die Seuchenschutzbeauftragten auf Dorfebene schon längst vor seinem Haus.

„Wegen der schwachen Resistenz der Zugtiere im Frühling impfen wir diesmal hauptsächlich die Zugtiere, um den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche zu verhindern“, sagte Abodi, der Leiter der Veterinärstation für Tierhaltung der Stadt Yushu.

„Jetzt können wir jeden Tag mehr als 1000 Yaks impfen. Die Impfungen sollen innerhalb einer Woche abgeschlossen werden.“ Der Seuchenschutzbeauftragte auf Dorfebene, Dawa Tserin, teilte mit, es sei die Leistung des Stationsleiters Abodi, dass mittlerweile die Yaks und Schafe der Viehhirten kostenlos geimpft werden können.

Der im Viehzuchtgebiet aufgewachsene Abodi kann sich heute noch daran erinnern, dass im Alter von elf Jahren ein Yak seiner Familie nicht behandelt werden konnte und schließlich an einer Krankheit starb. „Damals gab es im ganzen Dorf nur einen Tierarzt. Die medizinische Ausrüstung und das Niveau des Arztes waren beschränkt. Schließlich wurde der Yak nicht geheilt. Damals hatte meine Familie nur drei Yaks. Den Einfluss des Todes eines Yaks auf unsere Familie kann man sich vorstellen.“

Abodi sagte, er habe diesen Beruf gewählt, um den Wunsch, Beiträge für die Landsleute in der Heimat zu leisten und die Zoonosen zu eliminieren, zu erfüllen. „Jedes Jahr sind wir mehr als 200 Tage in den ländlichen Gebieten. Solange die Zugtiere an einem Ort an Seuche leiden, müssen wir dorthin gehen, um diese zu eliminieren.“

Alle Anstrengungen von Abodi während seiner 36-jährigen Arbeit konzentrieren sich auf eine Seuchenlandkarte. „Seit Arbeitsbeginn habe ich immer alle lokal aufgetretenen Krankheiten und Seuchen aufgezeichnet und dann die Anzahl der Dörfer, der Bevölkerung und der Zugtiere in jeder Gemeinde sowie die in dieser Region aufgetretenen Krankheiten spezifisch gekennzeichnet, um einen Referenzwert für die künftige Bekämpfung der Tierseuchen zu erhalten.“

Heutzutage bezieht die Veterinärstation für Tierhaltung der Stadt Yushu neun Arten von Tierseuchen in ihr jährliches Impfprogramm ein und führt jahrelang Impfungen durch. Insgesamt werden im Jahresdurchschnitt mehr als 5 Millionen Zugtiere für den Seuchenschutz geimpft. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der an Krankheiten gestorbenen Zugtiere in der ganzen Stadt um 15.400 gesunken. Die Viehhirten konnten die wirtschaftlichen Verluste von fast 3,08 Millionen Yuan zurückgewinnen.

(Redakteur: Daniel Yang)

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