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【Geschichte aus Nord-Tibet】 Expedition zur großen Höhle auf der weltweit höchsten Höhenlage

Datum: 04.06.2020, 09:37 Quelle: China Tibet Online

Am 1. Juli 2001 folgte ich der „wissenschaftlichen Expedition über das Niemandsland in Nord-Tibet“ zur Niangrigongdong-Höhle in der Gemeinde  Boqê im Kreis Baingoin in Nord-Tibet. Auf dieser Expedition hatte ich die Doppelrolle als Journalist und Vizeleiter der wissenschaftlichen Expedition.

Niangrigongdong liegt auf einer Höhenlage von 4800 Metern und ist damit die Höhle auf der weltweit höchsten Höhenlage, die bislang entdeckt worden ist. Sie befindet sich im Berg, der nicht weit von unserem Zeltlager entfernt ist. In dem gewöhnlich aussehenden Berg gibt es etwas Außergewöhnliches: Der Kalkstein, aus dem der Berg besteht, ist durch Grundwasser und mechanische Erosion abgetragen worden, wodurch sich Höhlen und Kavernen gebildet haben.

Die Tianmen-Höhle ist am größten und hat eine Fläche von 3300 Quadratmetern. Der Höhleneingang liegt an einem Hang etwa 70 Meter über dem Boden. Zusätzlich zu unserer jeweiligen Ausrüstung mussten wir den Benzingenerator, ein Dutzend Bündel Kabelrollen und explosionsgeschützte Lampen hochtragen. Das ist nicht einmal im Flachland einfach, geschweige denn an einem Ort, wo Sauerstoff nur die Hälfte des Flachlandes ausmacht. Das Gute daran war, dass die meisten Mitglieder der Expedition Tibeter waren, die dem Hochland gut angepasst sind. Wir haben alle zusammen gearbeitet, um die gesamte Ausrüstung reibungslos zum Höhleneingang zu bringen.

Die Höhle war ursprünglich dunkel. Wir stellten einen Benzingenerator an den Höhleneingang, um Strom zu erzeugen, und benutzten Kabel, um Strom in die Höhle zu bringen. Der Blick auf die Tianmen-Höhle konnte durch das ständige Anschließen explosionsgeschützter Lichter sowie durch die von jeder Person getragenen Grubenlampen dort freigelegt werden, wo sorgfältige Beobachtung und Fotografie erforderlich waren.

Diese groß angelegte wissenschaftliche Expedition, die von der Volksregierung des Autonomen Gebiets Tibet organisiert wurde, befasste sich mit Geologie und Bergbau, Flora und Fauna, Archäologie, Felsmalerei und touristischen Ressourcen. Das Ziel dieser Expedition bestand darin, die Geheimnisse des über 200.000 Quadratkilometer großen Niemandslandes in Nord-Tibet auf einer durchschnittlichen Höhenlage von mehr als 5000 Metern zu erforschen, um eine genauere und wissenschaftlichere Grundlage für den Schutz und die Bewirtschaftung des größten, exotischsten und ursprünglichen ökologischen Jungfrauenlandes der Welt zu schaffen.

(Redakteur: Daniel Yang)

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