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Der Behinderte Soinamben der tibetischen Region Qinghais präsentiert mit „Fünf-Getreide-Malerei“ eine neue Welt

Datum: 04.06.2020, 10:07 Quelle: China Tibet Online

„Nach den Bräuchen von uns Tibetern bilden nicht wenige Familien mit fünf Arten von Getreide bunte Muster als Opfergaben. Hochlandgerste, Weizen, Raps usw. können mit Einfällen zu Mustern zusammengebastelt werden und diese sind die sogenannte „Fünf-Getreide-Malerei.“ Mit Hilfe eines Dolmetschers hat Soinamben auf Tibetisch das eigene Handwerk vom Hochplateau vorgestellt.

Soinamben ist dieses Jahr 42 alt und kommt aus dem Kreis Jianzha im Autonomen Bezirk Huangnan der Tibeter der Provinz Qinghai. Er ist der Gründer der dortigen Firma Glückverheißender Fünf-Getreide-Malerei. Nachdem bei ihm mit über 20 Jahren die neurologische Taubheit diagnostiziert worden war, ist er zum ersten Mal mit der Fünf-Getreide-Malerei in Kontakt gekommen.

Per Zufall hat er im Fernsehen diese Malerei gesehen und das Kunsthandwerk entdeckt. Er sah, dass es identisch mit dem Jiga-Lhamo, das seine Eltern in seiner Kindheit gefertigt hatten, ist, „Aber das Jiga-Lhamo von meiner Heimat ist grob und seine Ausführungen sind einfach… Ich habe mir drei Tage genommen, um Mais und Weizenkörner zu einer groben, runden Sonnenblume zusammenzukleben. Meine Eltern lobten es sehr, nachdem sie sie gesehen hatten, und ermutigten mich, Kunsthandwerke, die Glück symbolisieren, anzufertigen. Ich halte das für eine gute Geschäftsidee.“

Sieben Jahre lang hat er zu Hause dieses Handwerk studiert. Zum Schluss hat er sich die Fertigkeiten angeeignet.

„2014 habe ich mit zwei eingerahmten Fünf-Getreide-Malereien zum Bürgermeister in der Gemeinderegierung gegangen. Er hat die Werke gemustert und danach immer wieder nickt. Außerdem hat er mir Unterstützung ausgesetzt und vorgeschlagen, in der Kreisstadt ein Zimmer als Verkaufsstelle der Malerei anzumieten.“ Soinamben sagte: „Ich wusste, dass meine Hoffnung und meine schicksalhafte Wende angekommen sind.“

Die zwei Werke „Die glückverheißenden acht Schätze“ und „Die einvernehmlichen vier Tiere“ waren das erste Geschäft von Soinamben. „Insgesamt wurden sie zu 6000 Yuan (rund 751 Euro) verkauft. Diese Summe war für mich, der sieben Jahre lang kein einziges Werk losgeworden war, ein schöner Batzen Geld.“

2015 hat Soinamben mit der offiziellen Förderung des Kreises Jianzha der Provinz Qinghai eine Firma angemeldet. Dadurch hat er eine dort seltene Firma gegründet, die sich auf die Fertigung und Entwicklung der Fünf-Getreide-Malerei spezialisiert hatte.

Heute arbeiten 27 behinderte und bedürftige Mitarbeiter bei seiner Firma.

Für dieses Jahr hat sich Soinam das Ziel gesetzt, 130 Behinderten und bedürftigen Frauen Schulungen zu bieten und 20 von ihnen bei seiner Firma unterzubringen.

Quelle: Chinanews.cn

Redakteur: Krystal Zhang

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