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Kurier Aci: Mit Essen-Lieferdienst hat er sich von Armut befreit

Datum: 16.06.2020, 11:25 Quelle: China Tibet Online

„Bitte holen Sie mal Ihr Essen…“ In der Kreisstadt Litang des Autonomen Bezirks Garze der Tibeter der Provinz Sichuan fuhr der Khampa-Mann Aci ein Elektrofahrrad durch Straßen und Gassen der kleinen Stadt auf dem Hochplateau, um Essen zu liefern.

Aci kommt aus dem abgelegenen Dorf Renba der Gemeinde Junba des Kreises Litang. Neben zwei Senioren von über 60 Jahren gibt es noch drei Schüler, die noch zur Schule gehen, in seiner Familie. Im Jahr 2014 wurden sie anhand relevanter Politiken des Staates als bedürftige Einwohner anerkannt.

Vor der Umsetzung der präzisen Armutsbekämpfung ist Aci in den Kreis Xinlong, den Kreis Garze usw. zum Jobben gegangen. Monatlich hatte er ein Einkommen von rund 3000 Yuan (rund 374 Euro). Aber er hat sich dafür entschieden, heimzukehren und vom Jobben zu leben, weil er zu weit weg von zu Hause war und sich immer wieder Sorgen um seine Familie machte. Im Leben kam er immer wieder kaum durch.

Das im Dorf stationierte Arbeitsmitglied Tan Yanbo hat in Anbetracht der Jobben-Erfahrung von Aci aktiv den Lieferservice Meituan in der Kreisstadt kontaktiert. Im April 2019 ist auf diese Art und Weise der erste Essen-Kurier von Meituan des armen Dorfes entstanden.

Mit einem Elektrofahrrad bekommt er Aufträge auf dem Handy. Straßen, Wohnblöcke und Routen – anfangs waren sie für Aci fremd. Nach und nach weiß er darüber gut Bescheid. Anfangs bekam er jeden Tag nur einige Aufträge und nun über zehn. Die Arbeit macht er immer besser.

An Ende des Jahres 2019 hat Aci mal abgerechnet: Vom Lieferservice hat er über 40.000 Yuan (ca. 4988 Euro) und die Yakzucht-Genossenschaft des Dorfes hat eine Dividende von 4125 Yuan (ca. 514 Euro) ausgezahlt. 2019 belief sich das Pro-Kopf-Einkommen seiner Familie auf 5175,16 Yuan (etwa 645 Euro).

„Das Jobben von vorher war sehr anstrengend. Jeden Tag hatte ich ein Festeinkommen von lediglich über 100 Yuan (ca. 12,5 Euro). Nun bin ich ein Kurier. Je mehr Aufträge ich täglich ausführe, desto mehr verdiene. Am meisten habe ich in einem Monat über 7000 Yuan (ca. 873 Euro) verdient und das war zweimal so viel wie derLohnvom vorherigen Jobben“, sagte Aci stolz.

Wegen der Auswirkungen der Pandemie hat Aci dieses Jahr erst am 9. März angefangen, Essen anzuliefern. Bis heute hat er schon über 2000 Aufträge bekommen und mehr als 10.000 Yuan (ca. 1247 Euro)verdient. „Gestern habe ich 24 Aufträge bekommen. Mit der Verringerung der Infektionslage werden immer mehr Aufträge erteilt. Dadurch kann ich wirklich meine Familie zu Wohlstand bringen“, sagte Aci optimistisch.

Quelle: Tibet.cn

Redakteur: Krystal Zhang

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