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Besuch des tibetischen Dorfes Zhonglu in Dampa in Sichuan: Post-95er tibetische Studentin

Datum: 02.07.2020, 10:30 Quelle: China Tibet Online

Mitte Juni zeigte das tibetische Mädchen Dekyi auf ein tibetisches Haus, während sie auf einem Aussichtsturm an einer hoch gelegenen Stelle stand. Da sagte sie: „Ein Gasthaus zu eröffnen, war schon immer mein Traum. Ich denke, dass ich eine gute Zeit erwischt habe.“

Das tibetische Dorf Zhonglu befindet sich in der Großgemeinde Moerduoshan des Kreises Dampa im Autonomen Bezirk Garze der Tibeter in der Provinz Sichuan. In dieser Großgemeinde ist eine halbalpine Landform. Die Kultur der Jiarong-Tibeter mit dem heiligen Berg Moerduo als Zentrum hat eine tiefe, kulturelle Grundlage. Bis heute sind 88 historische Türme und mehr als 600 traditionelle, tibetische Bauten erhalten geblieben.

Gerong, Sekretär der Zweigstelle der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) des Dorfes Jikayi, sagte dem Reporter, dass das Dorf seit 2014 den Kurs verfolgt, mithilfe des Alles-Für-Eins-Tourismus die Belebung der ländlichen Gebiete zu fördern. Dabei haben sie die Infrastruktur vervollständigt und eine sogenannte Toilettenrevolution durchgeführt. Damit haben sie einen ruralen Komplex aufgebaut, der die Besichtigung, den Komplex, die Freizeit und das Erlebnis in sich vereint.

Die Veränderung des Dorfes hat die 25-jährige Dekyi beeindruckt. Da ihre Familie seit ihrer Kindheit vereinzelte Touristen beherbergt, hat sie schon immer den Traum, in ihrer Heimat ein Gasthaus zu eröffnet, aber sie traute sich nicht, dies zu tun, denn die Infrastruktur des Dorfes war schlecht. „Früher waren die Straßen katastrophal und die Touristen konnten vom Bergfuß nicht hochkommen. Schauen Sie, nun führen geteerte Straßen zur Haustür jedes Haushalts.“

Mit der Verbesserung der Infrastruktur konnte Dekyi den Mut zur Existenzgründung aufbringen. Nachdem sie ihr Studium 2015 am medizinischen Institut Beichuan abgeschlossen hatte, hat sie zuerst ein Praktikum bei einem Krankenhaus der Stufe 3A in Chengdu gemacht. Danach hat sie sich entschieden, die Stadt zu verlassen und heimzukehren. Sie hat nahezu drei Jahre gebraucht, um einen Gasthof aufzubauen. Außerdem hat sie die Videos des ganzen Bauprozesses auf eine Plattform kurzer Videos hochgeladen. Daneben hat sie immer wieder die schöne Landschaft des tibetischen Dorfes präsentiert. Am 29. September 2019 hat ihr Gasthaus „Dekyi Kangwa“ offiziell angefangen, Gäste zu empfangen. Dieses Gasthaus mit 20 Zimmern ist sofort zu einem Muss für Touristen geworden.

Als junge tibetische Akademikerin glaubt Dekyi, dass sie die Verantwortung hat, die Außenwelt darüber zu informieren, dass sich hier gewaltige Veränderungen vollzogen haben. „Nicht nur das Erscheinungsbild, sondern auch die Denkweise. Ich glaube daran, dass in Zukunft mehr Menschen wie ich heimkehren und die Heimat aufbauen werden.“

Quelle: Chinanews.cn
Redakteur: Krystal Zhang

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