Thema:

Tangqu Drolma: Kontinuierliche Selbstvervollkommnung ebnet den Weg zum Reichtum

Datum: 22.07.2020, 09:19 Quelle: China Tibet Online

Wenn sich Tangqu Drolma um den Garten kümmert, folgt Chigyal immer schweigend mit einem Eimer Wasser.

Der LCD-Fernseher ist schon seit einigen Jahren im Haus, aber Tangqu Drolma kann immer noch nicht ganz den Kanal wechseln. Jedes Mal, wenn sie die Sendung wechseln will, öffnet sie das Fenster und ruft leise nach dem im Hof arbeitenden Chigyal.

Die Arbeit des Waschens und Schrubbens lässt Chigyal selten Tangqu Drolma machen.

Seit der Eröffnung des Teehauses ist Tangqu Drolma für solche Arbeiten zuständig, bei der sie nicht lange stehen muss.

Die 44 Jahre alte Tangqu Drolma macht am liebsten in der Freizeit Gartenarbeit.

Während der mehr als 3000 Tage nach Tangqu Drolmas Verletzung hat Chigyal immer schweigend alle schwierige Arbeiten gemacht.

Tangqu Drolma wurde nicht mit einer Behinderung an den Beinen geboren. Eines Tages im Jahr 2010 arbeitete Tangqu Drolma mit ihrem Mann Chigyal an einer Tsampa-Werkstatt. Ihre Füße wurden versehentlich in den Motor eingezogen. Da die Klinik in der Gemeinde nicht über die medizinischen Voraussetzungen für eine sofortige Operation verfügte, wurde Tangqu Drolma sofort in das Zweite Volkskrankenhaus des Autonomen Gebiets Tibet gebracht.

Infolge dieses Unfalls wurden die einzigen Ersparnisse der Familie in Höhe von 30.000 Yuan vollständig für die Behandlung ausgegeben. „In der schwierigsten Zeit haben uns die Regierung der Gemeinde und das Dorfkomitee glücklicherweise rechtzeitig geholfen, um Geld zum Leben am Existenzminimum und eine Krankenversicherung zu beantragen, so dass unsere Familie Geld hatte, um meine Beine zu heilen und zu essen“, sagt Tangqu Drolma dankbar.

2015 begann Tangqu Drolma, bei einem Verwandten, der in der Gastronomie in Lhasa tätig ist, zu lernen, wie man Curry-Reis, Rindfleischbrötchen, kalte Nudeln und Pommes herstellt. Als sie nach Hause zurückkehrte, richtete   Tangqu Drolma in einem kleinen Schuppen mit einer Fläche von weniger als zehn Quadratmetern einen Kiosk ein. An dem Eröffnungstag kamen alle Dorfeinwohner. Das Einkommen an diesem Tag betrug mehr als 600 Yuan.

Heute erhält die Familie Tangqu Drolma jedes Jahr mehr als 700 Yuan Gewinnbeteiligung der Kollektivwirtschaft, 3500 Yuan Lohn für das Patrouillieren des Graslandes und 2200 Yuan Subvention wegen ihrer Behinderung. Zusammen mit dem von dem Ehepaar mit gemeinsamen Anstrengungen betriebenen Teehaus kann das Jahreseinkommen mehr als 30.000 Yuan erreichen. Das Leben wird immer besser.

(Redakteur: Daniel Yang)

MeistgelesenMehr>>

Geschichte TibetsMehr>>

W020200714371726660605.jpg W020200713327617952741.jpg U020200714336337140205.jpg 666.jpg
12345