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Von Gemeinde zu Stadt – Der Traum der tibetischen Arznei von Nyima Tsering

Datum: 27.07.2020, 10:27 Quelle: China Tibet Online

Am Anfang des Jahres 2020 hat die traditionelle, tibetische Medizin bei der Corona-Virus-Pandemie hinsichtlich der Prävention sowie Behandlung eine positive Rolle gespielt. Aus Sicht von Nyima Tsering, dem Vorstandsvorsitzenden von Tibet Shenhou Arznei GmbH, sind die Einflüsse der tibetischen Medizin bei weitem nicht genug.

Dies sorgte dafür, dass Nyima Tsering den Entschluss gefasst hat: Bei der Firma, die gerade aufgebaut wird, ist ein Entwicklungs- und Experimentzentrum der tibetischen Arznei zu gründen. Mit einer Werkhalle und einer Entwicklungsplattform kann man dafür sorgen, dass die tibetische Arznei, vor allem die neue tibetische Arznei eine Unterstützung der wissenschaftlichen Daten haben kann. Erst dadurch können mehr Menschen von ihren Wirkungen überzeugt werden und die tibetische Medizin kann sich besser entwickeln.

Am 23. August 1992 hat Guisang Panduo 570.000 Yuan (69.711 Euro) investiert. Dadurch wurde ein Werk zur Verarbeitung der tibetischen Arzneimittel mit fünf Zimmern und acht Mitarbeitern gegründet. Über 10 Tage nach der Eröffnung des Werkes hat Nyima Tsering, der vor Kurzem ihr Studium an der University of Tibetan Medicine abgeschlossen hatte, einen Arbeitsplatz hier bekommen. Während der 1-jährigen Probezeit hat er fast alle Jobs des kleinen Werkes ausprobiert. „Mein Lehrer (Guisang Panduo) sah, dass ich belastbar bin, habe ich daher die Probezeit bestanden. Nachdem wir lange Zeit miteinander zu tun gehabt hatten, haben wir eine Meister-Schüler-Freundschaft etabliert.“ Des Weiteren hat Nyima Tsering angefangen, nach und nach den Vertrieb des Werkes zu übernehmen.

Als Nyima Tsering auf den Entwicklungsprozess innerhalb von 28 Jahren zurückblickte, sind seine Gedanken bei der Periode der Reform stehengeblieben. Der 84-jährige Meister hat mit einer Unterarmgehstütze und weißen Haaren zugesehen, wie die Mitarbeiter nacheinander gegangen sind. Trotz des Widerstands seiner Familie ist Nyima Tsering zurückgeblieben.

Im Jahr der erfolgreichen Reform hat sich sein Meister davongemacht und Nyima Tsering hat die Verantwortung für die Entwicklung des Unternehmens übernommen. „Bei der Gründung des Krankenhauses Shenhou in Lhasa konnten wir die Miete nicht mal zahlen. Beim Nepal-Erdbeben im Jahr 2015 haben wir mit der Hilfe unterschiedlicher Kräfte durchgehalten. Das war äußerst schwer.“ Nach dem Erdbeben in Nepal wurde die Tibet Shenhou Arznei GmbH im Kreis Nyalam auch in Mitleidenschaft gezogen. Dies führte dazu, dass Nyima Tsering einen anderen Ausweg für das Unternehmen suchen musste.

“Als Schatz der traditionellen Kultur Chinas bin ich optimistisch hinsichtlich der Entwicklung der tibetischen Medizin. Daher habe ich damals die Entscheidung getroffen, Nyalam zu verlassen und nach Xigaze zu kommen, um die Planung in den nächsten 10 und gar 20 Jahren durchzuführen.

Zurzeit werden das Wellnesscenter mit Besonderheiten der tibetischen Klinik Shenhou in Xigaze Tibets im Qomolangma-Kultur- und Tourismusinnovationspark und die Tibet Shenhou Arznei GmbH in der Wirtschaftsentwicklungszone gerade intensiv aufgebaut. 

Nyima Tsering, der sonst umsichtig ist, auch wenn das Unternehmen 10.000 Yuan (1223 Euro) ausgibt, will diesmal etwas Großes machen. „Wenn manche Leute in meiner Nähe hörten, dass ich über 50 Millionen Yuan (rund 6,1 Millionen Euro) in die Anschaffung von Geräten und Maschinen der Produktionswerkhalle und des Entwicklungszentrums investieren will, haben sie mir Vorsicht geraten. Zwar fühle ich mich unter Druck, aber trotzdem will ich es machen. Ich betrachte die tibetische Medizin als mein Leben. Für ihre Entwicklung will ich alles von mir zur Disposition stellen.“ Nyima Tsering sagte, dass es nun die beste Entwicklungszeit der tibetischen Medizin ist. Es ist an der Zeit, einen großen Schritt nach vorn zu machen.

Aller Voraussicht nach kann dieses neue Unternehmen, das eine Fläche von 80 Mu (rund 5,33 Hektar) einnimmt, mit einer gesamten Investition von rund 210 Millionen Yuan (ca. 25,7 Millionen Euro) in Betrieb genommen werden.

“100 Arbeitsplätze werden geschaffen und der Anbau bestimmter tibetischer Heilkräuter kann die dortige Bevölkerung zu Wohlstand bringen, was die Einflüsse und das Mitspracherecht der tibetischen Medizin und Arznei im In- und Ausland vergrößert bzw. stärkt… Durch diese Bemühungen von uns kann das verwirklicht werden.“ Als von der Zukunft des Unternehmens die Rede war, war Nyima Tsering voller Zuversicht.

(Redakteur: Daniel Yang)

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